Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Allmende
 
 

Thron

Der oft kunstvoll gefertigte Sitz des Herrschers.

Der nordgermanische höchste Gott Odin überblickt von seinem Throne Hlidskialf aus die Erde und horcht nach dem Treiben der Menschen.

Wie er sitzt der griechische Zeus auf dem Ida und beschaut die Welt, den Gott der Christenheit stellt man sich ebenso auf einem Thron sitzend vor.

Vom Thron selbst geht diese Gabe des weiten Schauens aus. Odin besetzt ihn, wenn er etwas sucht. Sitzt ein anderer darauf, geht die Fähigkeit auf ihn über. Einer christlichen Legende zufolge hat diese Eigenschaft auch der Thron Gottes. Als ein von Petrus in den Himmel gelassener sich neugierig umsieht, setzt er sich spaßeshalber auch auf den Thron Gottes und sieht, wie eine Wäscherin zwei Frauenschleier stiehlt. Zivilcouragiert nimmt er den Schemel des Herrn, der vor dem Thron steht, und schleudert ihn nach der Sünderin.

Auch in der Neuzeit ist der Stuhl des Vorsitzenden hervorgehoben. So hat etwa der Sessel des Bundeskanzlers am Kabinettstisch eine erhöhte Lehne.