Das Rotkehlchen
Erithacus rubecula (LINNÉ)
Turdidae, Drosseln
 Rotkehlchen. Elmshorn, Oktober 2004. Aufn. R. ZOMPRO |
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Ein kleiner, etwa sperlingsgroßer Singvogel, der in beiden Geschlechtern an seinem roten Brustfleck leicht erkennbar ist und dem er auch seinen Namen verdankt. Verbreitet ist er in fast ganz Europa und besiedelt unterholzreiche Laub- und Mischwälder, Parkanlagen und Gärten.
Vom Rotkehlchen heißt es, seine Anwesenheit schütze vor Blitz und Krankheit und Brautleute, denen auf dem Weg zur Kirche ein solcher Vogel begegnet, dürfen sich auf eine glückliche Ehe freuen. Wer dagegen das Nest des Rotkehlchens ausnimmt, dem drohen Unglück und Feuer. (WEHR, 182)
 Rotkehlchen auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost von 1957. |
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In Pforzheim sagte man: man soll kein rotkehlchennest ausheben, sonst gibt die kuh rothe milch, oder das wetter schlägt ins haus. (GRIMM, A. 629)
Nach britischer Überlieferung zieht das Rotkehlchen, der Geist des Neuen Jahres, um die Zeit der Wintersonnenwende mit einem Birkenreis aus, um den Zaunkönig, der der Geist des alten Jahres ist und sich im Efeugestrüpp versteckt hält, zu töten. (RANKE-GRAVES, 215)