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 Tierwelt - Insekten
 
 

Die Wespe

Vespa

(lat. vespa, „die Wespe”, mhd. vespe, webse) Die unter diesem Begriff bezeichneten Insekten gehören zu den Hautflüglern (Hymenoptera) in die Familie Vespidae, den Echten Wespen. Wichtige Arten in Deutschland sind die Hornisse (Vespa crabo), die Gemeine Wespe (Vespa vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespa germanica, HENSCHEL u. WAGNER, 517).

Im Sommer fallen Wespen oft lästig, weil sie von Süßspeisen, Obst und Getränken angezogen werden und darum in der Sonne sitzende Menschen plagen. Zwar sind Wespen an sich nicht sehr angriffslustig, gefährlich können sie jedoch werden, wenn sie versehentlich verschluckt werden, schmarzhaft ist hier Stich in jedem Falle.

 

Zum Schutz vor Wespenstichen empfiehlt „Das sechste und siebente Buch Mosis” folgenden Wespensegen:

„Wispi, Wespi, vergiß deinen Stachel
Wie Gott einen Mann vergißt,
Der im Rate sitzt
Und ein falsches Urteil spricht.”

Darauf soll ein Vaterunser gebetet werden, mit dem Ergebnis, daß am betreffenden Tage das Grundstück samt Menschen und Vieh vor Wespen geschützt sei (BAUER, 83).

Wespennest
Wespennest. August 2004.
Aufn. A. ZOMPRO

 
In der gleichen Sammlung heißt es, bei versehentlich verschluckten Wespen solle man angefeuchtetes Salz verschlucken, um die Schwellung zu lindern. Weniger gut soll das Gurgeln mit verdünntem Essig sein (ebd., 271).

Als Heilmittel wurden volksmedizinisch Malven, Melisse und Raute empfohlen (WEHR, 225).

Im Aberglauben heißt es, ein am Haus befindliches Wespennest deute auf den baldigen Tod eines Angehörigen hin (ebd.).

Im Voigtland trugen die Mädchen Wespennester bei sich, weil sie dadurch die Zuneigung der Männer gewinnen wollten. (GRIMM, A. 851)