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| Tierwelt - Vögel | |
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Manchmal wird von einem Adler erzählt, wo tierkundlich eher ein aasfressender Geier zu vermuten wäre.
Diesem alten Volk galt der Adler als ein Göttervogel, der den Helden zum Himmel trug.
Der griechische Gottvater Zeus wird gelegentlich mit einem Adler dargestellt oder in Gestalt eines solchen gedacht.
Ein Adler und wilde Tauben zogen nach mancher Überlieferung den jungen Zeus auf.
Zeus entführte den Ganymed in Gestalt eines Adlers.
Der Zeus verfolgte die Titanin Asteria in Gestalt eines Adlers. Die entfloh als Wachtel, stürzte ins Meer und bildete die Insel Ortygia (Delos).
Dem auf Befehl des Zeus an den Kaukasus gefesselten Prometheus sandte Zeus einen Adler, der dem Titanen täglich die stets nachwachsende Leber zerhackte, bis Herakles dem Geflügel ein Ende machte. Damit war das von Prometheus prophezeite eingetreten, der der Io gesagt hatte, ihr Enkel in dreizenter Generation werde ihn von dem Adler erlösen (AISCHYLOS, Der gefesselte Prometheus). Deutungen sehen darin auch einen Angriff gegen die Ordnung des Zeus, der in dem Adler selbst symbolisiert sei.
Als seine Tochter von der Diana erschossen worden war, weil die der Göttin gegenüber hochmütig war, stürzte sich Daidalion, ein Sohn des Lucifer, vom Parnassos hinab, wurde im Fallen aber in einen Adler verwandelt (OVID, Metamorphosen XI, 295).
Der Adler war Symboltier des höchsten Gottes Jupiter. Auch die römischen Kaiser machten es zu ihrem Symbol. Der Adler blieb auch im christlichen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation Wappentier des Kaisers.
Der auf eine Stange aufgepflanzte silberne Adler mit ausgebreiteten Flügeln war seit Marius (um 100 v.) Feldzeichen der römischen Legion.
Am westlichen Tor von Odins Halle Walhall hängt ein Wolf, darüber dräut ein Aar (Edda, Grimnirlied, 10).
Ein viele Dinge wissender Adler sitzt im Geäst der Esche Yggdrasil. Seine Worte trägt das Eichhörnchen Ratatöskr zu dem unten an der Wurzel sitzenden Drachen Niddhögg (Gylfaginning, 16).
Der Riese Hräswelg ist ein riesiger Adler, der mit seinen Flügeln den Wind erzeugt (Wafthrudnirlied, 36f.).
Der Riese Thiassi besaß ein Adlerkleid. In einer Eiche sitzend traf er auf die Asen und gewann für kurze Zeit die Idun (Skaldskaparmal, 56).
Auch der Riese Suttung besaß ein Adlerhemd. Vor ihm floh Odin, der sich ebenfalls in einen Adler verwandelt hatte (Skalds., 58).
Die Vögel, die dem Sigurd weissagten, nachdem der den Fafnir erschlagen hatten, waren nach SNORRI Adlerinnen (Skalds., 62), die Lieder-Edda weiß hier von Meisen zu berichten (u.a. Lied vom Drachenhort, 44f.)
Ein im Traum erscheinender Adler, der in die Halle flog und die Anwesenden mit Blut übergoß, schien der Kostbera der Schutzgeist Atlis zu sein, worauf Högni behauptete, solcher Traum bedeute Ochsen (Das jüngere Atli-Lied, 19).
Ein Blutaar war eine Art der Präsentation Hingerichteter, siehe Blutadler.
Die Tiere (Cherubim), die der biblische Prophet Hesekiel sieht, haben vier Gesichter: vorne das eines Menschen, rechts das eines Löwen, links das eines Ochsen und hinten das eines Adlers (Hesekiel 1,10).
Christliche Symbolik betrachtet den Adler als Jesus Christus, den Satan als Schlange. Im Christentum ist der Adler auch das Symboltier des Evangelisten Johannes.
Der Heilige Vitus wird mit einem Adler dargestellt.
Der Adler ist das Sternbild Aquila.
Entdeckt man einen Adler mit einem Huhn in seinen Fängen, so verheißt dies dem Beobachter reichen Kindersegen. Der Besitz einer Adlerkralle schützt vor Feuer, da der Adler, der der Sonne stets sehr nahe kommt, selbst von ihr nicht angesengt wird. Wer einen Adler verspeist, darf sich über das heilkräftige Fleisch freuen, seine Galle getrunken verleiht des Vogels legendäre Sehkraft (WEHR).
Der Adler steht symbolisch für die geistige Seele, alchemistisch ist er das Symbol Jupiters. Er ist der König der Vögel und symbolisiert Luft, Himmel, Licht und Geist.
Als Adler der Weisen bezeichnet Waltharius den Mercurius