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| Tierwelt | |
Sciurus vulgaris LINNÉ
Sciuridae, Hörnchen
Dieses bekannte, durch sein rotes Fell und seinen buschigen Schwanz auffällige Tier ist in ganz Europa verbreitet, es fehlt nur auf Island, in Teilen Englands und auf den Inseln des Mittelmeers. Das tagaktive Eichhörnchen bewohnt Wälder, Parkanlagen und Gärten, ist ein guter Kletterer und sicherer Springer, der hoch oben in den Bäumen seine kugelförmigen Nester baut, in welchen es wohnt und seine Jungen aufzieht. Seine Nahrung sind Beeren, Nüsse, Baumsamen und Pilze, aber auch Eier und Jungvögel. Interessant ist, daß es bei Eichhörnchen Links- und Rechtshänder gibt, was man anhand der Fraßspuren an Tannenzapfen erkennen kann.
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Auch mit dem feurigen Loki, dem Widerpart der Götter von Asgard, brachte man das Eichhörnchen in Verbindung. (BIEDERMANN, Lex. d. Symbole, 112)
Das Eichhörnchen steht symbolisch für Fruchtbarkeit. Gegessen soll es verschiedenes bewirken. So beseitige das Gehirn Schwindelgefühle. Ißt eine Schwangere Eichhörnchenbraten, so wird ihr Kind schwindelfrei werden. Vom Schmalz halte man etwas gegen Rheuma zurück, den Rest der Mahlzeit verbrenne man und verwahre die Asche für den Fall, daß einmal ein kranker Hengst zu behandeln ist. (Tierschutzbestimmungen beachten!)
Das feuerrote, plötzlich dahinhuschende Tier, dessen Name von aig- (sich heftig bewegen) abgeleitet ist, brachte christlicher Aberglaube in Zusammenhang mit dem sich ähnlich verhaltendem Teufel. (BIEDERMANN, 112)
Zoologen konnten sich 1843 eine ungewöhnlich merkwürdige Wanderung der Eichhörnchen von Vyatka in entfernte Waldgebiete nicht erklären. Kenner ahnten jedoch, daß ein Leshy, ein Waldgeist und Herr des Waldes, seine Eichhörnchen im Spiel verzockt hatte und nun seine Schulden beglich, indem er die Eichhörnchen zum neuen Besitzer schickte (ARROWSMITH, 146).