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 Tierwelt - Vögel
 
 

Die Ente

Anas playtrhynchos (L.)
Anatidae (Entenvögel)

Stockente: Erpel.
Stockente: Erpel. Aufn. R. ZOMPRO

 
Bei Kelten ist die Ente das heilige Tier der Flußgöttin Sequana.

Wenn die Hexen zu Walpurgis zu ihren Versammlungen ziehen, ist gelegentlich eine von vier Enten gezogene Kutsche ihr Gefährt.

In der Ehe soll später die Frau das Regiment führen, wenn ihr zur Hochzeit die geringelte Schwanzfeder eines Erpels („Entenkringel”) in den Schuh gelegt wurde (Magisch-sympathetischer Hausschatz, 122).

„Einreibungen von Entenfett auf Brust und Hals sollen gut gegen Katarrhe sein” (Praktika des täglichen Lebens, 326).

In Höhlen schickt(e) man gern Tiere voraus, um etwaige Gefahren zu erkennen. Dabei kommt es gelegentlich zu Überraschungen:
„Manche Höhlen haben ... die Eigentümlichkeit, daß hineingeschickte weiße Enten schwarz wieder herauskommen, schwarze dagegen weiß.” (HÜNNERKOPF i. Handwörterbuch, 176)

Die Zeit von Oktober bis Januar gilt als ideal für einen Entenbraten, da das Geflügel dann am besten im Fleisch ist. Zum Alter der Bratenten gilt: Ein Jahhr ist gut, vier Monate sind besser.

 

Entenbrut

Eine Vielzahl volkstümlicher Weisheiten zur Behandlung befruchteter Geflügeleier sind für das meiste Federvieh identisch. Diese siehe unter dem Stichwort Brut.