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| Tierwelt - Insekten | |
-- Sammlung / in Vorbereitung --
Wegen ihres zirpenden Gesangs war die Heuschrecke im antiken Griechenland ein dem Gott Apollo geweihtes Tier. Apollo galt als Erfinder der Musik.
Riesige Schwärme wandernder Heuschrecken waren eine der Plagen, die über Ägyptenland kamen (2. Mose 10).
In biblischer Zeit galt die Heuschrecke allerdings nicht nur als Plage, die Speisegesetze nennen vier Arten von Heuschrecken, die als reine Tiere galten und damit den Isrealiten als Speise erlaubt sind. Diese vier Arten sind nach 3. Mose 11,22 Arbe(h), Solam, Hargol und Hagad. Nach SCHIMTSCHEK ist mit Arbeh die Wüstenheuschrecke Schistocerca gregaria gemeint. (Insekten als Nahrung, in Brauchtum, Kult und Kultur, 1)
Diese Speise war auch bei anderen orientalischen Völkern geschätzt, bei Sumerern, Babyloniern und Assyrern, ein assyrisches Relief der Sanherib-Zeit, gefunden in Chorsabad, zeigt zwei Diener, die auf Spieße gesteckte Granatäpfel und Heuschrecken tragen. (ebd., 1f.)
Auf manchen altgriechischen Münzen findet man auf der Vorderseite den Kopf der Demeter, auf der Rückseite eine Ähre, auf dieser sitzend die als Unglück abwehrendes Zeichen (Apotropaion) geltende Heuschrecke. (Stater aus Metapontion, 400-350 v.), (SCHIMITSCHEK, 38)
Gegen Heuschreckenplagen wird der hl. Pantaleon angerufen.
In Albanien war es Brauch, daß, wenn Heuschrecken oder Käfer die Weinberge zu verwüsten drohten, einige Frauen mit aufgelöstem Haar ein paar dieser Insekten fingen und mit ihnen feierlich wie bei einem Leichenzug zu einem Wasser schritten, um sie dort unter Gesängen zu ertränken, worauf sie alle in die Totenklage einfallen. Solche Bestattung einiger Tiere sollte den Tod aller bewirken. (FRAZER, 773)
Gezüchtete Wanderheuschrecken sind Nahrungsgrundlage zahlreicher in Terrarien gehaltenen Echsen, Schlangen und Lurche.