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 Tierwelt
 
 

Die Jakobsmuschel

An dieser auffälligen und großen Muschel erkannten sich früher die christlichen Pilger, sei es, daß sie so eine mit sich führten oder daß die Türen solcher Häuser mit dieser Muschel verziert waren, die Pilgerreisende aufnahmen.

Ihr Name geht auf Jakobus, dem Mitglied des Zwölferkreises der Jünger Jesu, zurück. Nachdem Jakobus in Jerusalem gekreuzigt worden war, bestattete man seinen Leichnam auf einem führerlosen Schiff. Dieses Schiff trieb quer über das Mittelmeer bis nach Spanien, genau an den Ort, wo Jakobus zuvor im Leben gepredigt hatte. Jakobus Leichnam war aber fand man über und über mit Jakobsmuscheln bedeckt auf. Den Ort dieser merkwürdigen Landung nannte man Santiago, nach dem spanischen Namen des Jakobus.

Noch heute ist die Jakobsmuschel bei Pilgern und Touristen ein beliebtes Souvenir, die den alten Pilgerweg nach Santiago de Compostela besuchen bzw. begehen. Ehedem erhielt der Pilgerreiseende nach Abschluß des Pilgerweges eine solche Jakobsmuschel. Dem Gläubigen wurde diese Muschel nach seinem Tod mit ins Grab gegeben.

Der Brauch soll auf älterer keltischer Tradition beruhen. Demnach war der Pilgerweg nach Santiago ein keltischer Initiationsweg, Kennzeichen der Initianden war ein Gänsefuß. Der ist in stilisierter Darstellung einer Jakobsmuschel nicht unähnlich.