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| Tierwelt | |
Eine Unterordnung (Nematocera, d. h. Fadenfühlerige) der Zweiflügler (Diptera) mit etwa 20 Familien. Hierher gehören Schnaken, Stechmücken, Kriebelmücken u. a.
Besonders die Stechmücken sind vielfach als lästig empfundene Insekten, deren Stich schmerzhaft ist und deren Sirren den Einschlafenden schier zum Wahnsinn treiben kann. Manche Arten gelten auch als Überträger gefährlicher Krankheiten wie Gelbfieber, Elefantiasis und Malaria. Der Volksglaube empfiehlt darum manch abstrus anmutende Mittel zur Vertreibung dieser Plagegeister.
So soll es helfen, wenn man den Schwanz eines Pferdes vor die Tür hängt (Das 6. und 7. Buch Mose, 68).
Als hilfreiche Mittel empfahl man auch Zaubersprüche oder die Bannung in verschlossene Flaschen. (WEHR, 166)
Ist der Stich doch erfolgt, so soll man nach einer anderen Ausgabe dieser Bücher Mose die betroffene Stelle mit Salmiakgeist oder mit einer Mischung aus Salmiakgeist und Essig oder mit Baumöl bestreichen. (BAUER, 264)
Mücken gelten auch als Wetterzeiger.
Wenn noch spät Mücken fliegen, soll das Anzeichen für einen milden Winter sein.
Sind die Mücken hingegen noch tief im Winter aktiv, darf man sich auf Wintersturm gefaßt machen:
Tanzt die Mück um Habakuk (15. 1.),
der Bauer nach dem Futter guck.
Wenn die Mücken schnell stechen, soll mit Regen zu rechnen sein. (WEHR, 166)