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 Tierwelt - Vögel
 
 

Der Pfau

Ein zu den Fasanenvögeln gerechnetes Tier mit Herkunft Indien. Auffällig ist bei beiden bekannten Arten (Pavo cristatus und Pavo muticus) das prächtige Gefieder des Männchens, das am Schwanz in eine lange Schleppe mündet. Diese kann aufgerichtet werden, so daß der Pfau wie ein großes Rad mit zahlreichen Pfauenaugen aussieht.
Als Ziervogel hielten bereits die ägyptischen Pharaonen Pfauen, die Römer schätzten ihr Fleisch als Delikatesse. Über die Römer gelangte der Pfau auch nach Mitteleuropa.

Im Mittelalter waren Pfauen- oder Reiherbraten, „unmäßig gepfeffert”, beliebte Speise ritterlicher Tafeln. Dazu trank man schweren, alten Wein, den man gern mit Pfeffer oder Honig würzte. (BORST, 328)

Es heißt, die Feder des Pfaus sei ein gutes Abwehrmittel gegen die Einwirkungen böser Geister.

 

Iran

Dieser Vogel ist das heilige Tier der iranischen Göttin Anahita bzw. Aredivi Sura Anahita.

 

In der griechischen Mythologie

Der Riese Argos, der mit seinen Argusaugen die Io bewachte wurde von Hermes getötet und verwandelte sich in einen Pfau, bzw. die Hera setzte die Augen des vieläugigen Argos auf dessen Gefieder (OVID, Metamorphosen, 1.719-722).

 

In der römischen Mythologie

Der Pfau ist heiliges Tier der Juno.

 

Christliche Legende

Bischof Liborius soll — so erzählt die Legende — in Gestalt eines Pfaus vorangeflogen sein, als der Paderborner Erzdiakon Meinolf seine Reliquien von Le Mans nach Paderborn brachte.

 

Deutschland

Im Aberglauben Schleswig-Holsteins galt der Pfau, wie auch die Taube, als Unglücksvogel. (RUST, 15)

 

Islam

Burak, das einem Pferd ähnliche Reittier des Mohammed, mit dem der Prophet des Islam in den Himmel ritt, soll einen Schwanz aus Pfauenfedern gehabt haben.