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Lumbricus spec. u. v. a.
Dieses Geschöpf lebt die meiste Zeit in der Erde. Hier leisten Regenwürmer, die geeigneten Boden in enormer Kopfstärke bewohnen, einen unschätzbaren Dienst für die Fruchtbarkeit der Erde. Meist nur bei Regen, wenn ihre Erdgänge voll Wasser laufen, verlassen die Regenwürmer ihr Reich. Auf Fußwegen und Straßen liegen sie dann zahlreich herum und müssen auf lebensfeindlichem Asphalt an Trockenheit und Sonnen (UV-)Strahlung verschmachten, wenn sie über versiegelten Untergrund keinen Weg zurück in ihr Element finden.
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Falsch ist die Annahme, ein zerschnittener Regenwurm lebe als zwei Individuen weiter. Mit Glück kann sich das Kopfteil retten, das hintere Ende aber windet sich nur kurze Zeit weiter, um Freßfeinde des Regenwurms abzulenken. Anders übrigens die Hydra, bei der sich tatsächliche Ableger gewinnen lassen.
Der Regenwurm arbeitet nicht nur in und für die Erde, auch in der Volksmedizin leistet er wertvollen Dienst. Bei Fieber, Zahnschmerz, Skorbut, Gelbsucht oder Krampf der Muskeln verabreicht hilft er als proteinreiches Nahrungsmittel dem Leidenden.
Der Magisch-sympathetische Hausschatz rät nach einem aus Schleswig-Holstein überlieferten Rezept gegen schlimme Augen, Regenwürmer zu sammeln und in ein Glas zu geben, bis die Tiere zu dem sogenannten Wurmöl vermatscht sind, womit die Augen zu bestreichen sind (in: BAUER, 1996, Das sechste und siebente Buch Mosis, 46).
Wer als Schütze seiner eigenen Treffsicherheit nicht vertrauen kann, der zerstampfe getrocknete Regenwürmer und mische sie unter das Schießpulver. Die Kugel erreicht dann mit höherer Wahrscheinlichkeit ihr Ziel.
Die Wichtigkeit der Würmer für den Boden wurde zuerst von Charles Darwin beschrieben. 1881 erschien das Werk Die Entstehung von Pflanzendung durch die Tätigkeit von Würmern.