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| Tierwelt | |
Die Flugfähigkeit macht den Vogel zum Sinnbild der Freiheit, gemahnt sie doch den Menschen an seine eigene Gebundenheit an den terrestrischen Lebensraum.
Frei wie ein Vogel meint daher völlige Ungebundenheit an gesellschaftliche Zwänge. Hierin liegt der Begriff vogelfrei. Vogelfrei war der, welcher wegen besonderer Vergehen, Eigenart oder Herkunft (so das Schicksal ungezählter Hexen, Homosexueller, Juden, Zauberer oder Zigeuner) aus der Gemeinschaft ausgestoßen war und deshalb keinerlei Rechte hatte, nicht einmal Unversehrtheit des eigenen Lebens.
Die Sprache der Vögel versteht, wer wie Siegfried vom Herz eines Drachen ißt.
Manche Vögel (z. B. Papageien, Krähen) machen gern die Laute anderer Tiere nach, auch die Sprache der Menschen. Das machte sich der Psaphon zunutze, der mit solcher Hilfe listig zu göttlicher Verehrung gelangte (siehe Psaphon).
Die Beobachtung des Vogelfluges zum Zwecke der Weissagung war schon den Römern als Augurium bekannt, im Mittelalter als Zauberei verboten. Andere Ausdrücke für diese mantische Kunst sind Orneomantie oder Ornithomantie (Ornithologie = Vogelkunde).
Zu einer Reihe Vögel ist hier bereits gesammelt (mancher Artikel schlüpft gerade aus dem Ei): Adler, Amsel, Bachstelze, Brachvogel, Buchfink, Dohle, Drossel, Elster, Ente, Eule, Falke, Fasan, Gans, Geier, Habicht, Hahn, Huhn, Ibis, Krähe, Kranich, Kuckuck, Lerche, Möwe, Pelikan, Pfau, Rabe, Rebhuhn, Rotkehlchen, Schwalbe, Schwan, Schwarzspecht, Spatz, Specht, Star, Storch, Taube, Wachtel, Wiedehopf, Zaunkönig.
Fälschlich den Vögeln zugerechnet werden gelegentlich die Fledermäuse.
Schwarze Vögel wie Krähen, Dohlen und Elstern, sieht man allgemein als Totenvögel an (Das sechste und siebente Buch Mosis, 120). Auch die Amsel oder der Rabe gehören hierzu.
Nach einem Aberglauben wird der Kranke das Bett nicht mehr verlassen, wenn sich auf dem Fensterbrett des Krankenzimmers ein Vogel niederläßt und sitzenbleibt.
In ein Haus, in dem ein Donnerkeil ist oder Feuer auf dem Heerd brennt, oder ein Vogel ein Nest gebaut hat, schlägt der Blitz nicht ein. (aus Lauthenthal, n. KUHN u. SCHWARTZ, 411)
Mit Sankt Hedwig und Sankt Gall (16. / 17. Okt.),
schweigt der Vögel Sang und Schall.
es erwachen:
zwischen 2.00 und 2.30 Uhr der Fink
3.00 und 4.00 Uhr die schwarzköpfige Grasmücke
3.30 und 4.00 Uhr die Wachtel
4.00 und 4.30 Uhr die rote Grasmücke
4.30 und 5.00 Uhr die Schwarzamsel
ab 5.00 Uhr der Sperling (SCHRÖDTER, 31)