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| Tierwelt - Vögel | |
Upupa epops
Upupidae, Hopfe
Ein in fast ganz Europa, im Norden aber nur bis zur südlichen Küstenlinie von Nord- und Ostsee in Mischwäldern und Parkanlagen mit altem Baumbestand lebender gut amselgroßer Vogel, der wegen seines bunten Federkleides mit großem Schopf am Kopf, seiner ruckartigen Art zu fliegen und durch seinen Ruf (upup, pu-pu-pu) recht auffällig und unverwechselbar ist.
Der Wiedehopf soll aus dem thrakischen König Tereus entstanden sein. Der hatte Philomela, die Schwester seiner Gattin Prokne, mißhandelt, die aus Rache seinen Sohn Itys briet und ihm zur Speise vorsetzte. Als Tereus das bemerkte, hieb er mit seinem Schwert auf die Schwestern ein, die im Fliehen in eine Schwalbe und eine Nachtigall verwandelt wurden, er selbst in einen Wiedehopf (OVID, Metamorphosen IV,455ff., n. HEDERICH, Sp. 2315f.)
Es heißt, am Grab des Tereus sei zuerst ein Wiedehopf erschienen, weshalb man zu dieser Erklärung der Verwandlung kam (PAUSANIAS, Attica 41, n. ebd., Sp. 2316) oder man sieht darin eine Schmähung des Barbaren Tereus, da der Wiedehopf als ein besonders unreines Tier, das zudem langsam ist, weshalb Tereus auch die flinkeren Schwestern nicht einholen konnte (n. ebd.).
Vom Blut des Wiedehopfs zur Anfertigung einer Wunderlampe schreibt Agrippa von NETTESHEIM: Wenn man Tausendgüldenkraut mit Honig und Wiedehopfblut vermischt und ein Licht daraus bereitet, so erscheinen die Anwesenden größer als gewöhnlich, und wenn man bei Nacht im Freien und bei heiteren Himmel es anzündet, so erscheinen die Sterne gegen einander hin und her zu schießen. (De Occulta Philosophia, Kap. IL, SCHRÖDTER, 62)