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| Tierwelt | |
Mustela minuta, Zwergwiesel
Mustela vulgaris, Mauswiesel, Kleines Wiesel
Mustela erminea, Hermelin o. Großes Wiesel
Mustelidae, Marder
Die Gattung der Wiesel umfaßt in Europa sieben Arten, neben den oben genannten Arten noch Nerz, Iltis und Steppeniltis, dazu kam der eingeführte Mink. Bei allen handelt es sich um recht kleine Raubtiere.
Galanthis, die Dienerin der Alkmene, wurde in ein Wiesel (bzw. eine Katze) verwandelt, weil sie die Geburtsgöttin Eileithyia dazu brachte, endlich doch die Geburt des Herakles zuzulassen.
Als die Olympier vor dem ungeheuren Typhon fliehen, verwandelt sich Leto in eine Kuh in ein Wiesel.
Wiesel waren im antiken Athen beliebte Haustiere, vergleichbar der deutschen Vorliebe für Katzen oder Schoßhunde.
Das Wiesel gilt, wie die Katze, als Unglücksbote, wenn es überraschend den Weg kreuzt.
Der Aberglauben weiß auch vom Bösen Blick des Wiesels zu berichten und auch das Fauchen des Tieres ist Quelle der Vergiftung durch dämonische Mächte (WEHR, 226).
Frauen, die sich am Haus ein Wiesel hielten, wurden schnell verdächtigt, eine Hexe zu sein, deren Hausgeist dieses Wiesel sei.
Das Wiesel soll um die Heilkraft der Raute wissen und darum dieses Kraut fressen, wenn es giftige Schlangen jagt (Agrippa von Nettesheim, De Occulta Philosophia, Kap. XVII; Neudruck: p. 114, zit. n. SCHRÖDTER, 40).
Wenn das Wiesel sein braunes Fell bis weit in den Herbst hinein behält, soll es einen milden Winter geben, ein strenger Winter naht, wenn das Wiesel schon früh seinen weißen Winterpelz trägt.