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 Allmende
 
 

Traum

-- in Vorbereitung / Sammlung --

Der Traum gilt als Tor zum Unbewußten. Der Schlaf gilt als Bruder des Todes (in der griechischen Mythologie ist Hypnos der Bruder des Thanatos), den Toten wird seherische Kraft zugemessen, weshalb die Totenbeschwörung eine oft geübte Methode der Mantik ist.

Quälen den Schlafenden Träume, so ist es vielleicht ein Alb oder ein Dämon, der ihn plagt, beides jenseitige Geistwesen.

Andererseits könnte die Vorstellung solcher Geistwesen erst durch Versuche der Erklärung von Traumbildern in die menschliche Vorstellungswelt getreten sein (GOLTHER, 78).

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Bumerangs, Didgeridoos und Traumfänger

Gottheiten sprechen zum träumenden Menschen. So wird Xisuthrus im Traum vor der kommenden Sintflut gewarnt.

Schlimme Träume plagten den nordischen Gott Balder. Zum Unglück der Asen offenbarten die Träume die Wahrheit und Balder starb durch seinen Bruder Hödur (Edda, Balders Träume u. Gylfaginning, 49).

Besonders bedeutsam sind die Träume während der Zwölfnächte. Was man während dieser Zeit träumt, das soll im kommenden Jahr in Erfüllung gehen (AU, 236).

Liebenden wird geraten, am Valentinstag auf Lorbeerblättern zu schlafen. Es soll durch solchen Liebeszauber der Geliebte im Traum erscheinen (PICKERING, 202)

An bestimmten Tagen aß man als Hochzeitsorakel Heringe, da nach der Mahlzeit der Zukünftige im Traum erscheine. (WEHR, 112)

Bei den Griechen galt Morpheus als Gott der Träume und der Traumbilder.

 

Lose Sammlung

Was man in der ersten Nacht in einem fremden Bette träumt, das soll in Erfüllung gehen.

Schlimme Träume sollen nach dem Araber Ibn al-Beither durch den Bergkristall abgewehrt werden (Edelsteine in der Medizin, 26).

In Arnstadt hieß es, was man in den Zwölften träumt, treffe in den kommenden zwölf Monaten ein. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 165)

Träumt man von wenigen Läusen, so bedeutet’s Geld, träumt man aber von vielen und kleinen, so bedeutet’s Krankheit. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 472)

„Von Fischen träumen bedeutet Geld.” (KUHN u. SCHWARTZ, C. 473)

„Fällt einer im Traum ins Wasser, so bedeutet es ihm Krankheit.” (KUHN u. SCHWARTZ, C. 475)

„Hellbrennendes Feuer im Traume gesehen bedeutet Glück.” (KUHN u. SCHWARTZ, C. 474)

Schlimmes befürchtete man in Stendal, wenn man im Traum einen Backenzahn verlor. Denn darin sah der Aberglauben ein Vorzeichen für den baldigen Tod eines Familienanhgehörigen. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 471)

Bei der Deutung von Träumen wird das Einlaufen in den Hafen als Ziel einer Reise interpretiert. Der Hafen symbolisiert dabei die Erfüllung einer Hoffnung.

 

Die Melisse soll anmutige Träume herbeiführen, wie es in einer Sammlung von 1769 heißt: „Solches zu bewerkstelligen wird weniger oder gar nichts zu Nacht gespeist und anstatt dessen oder zu Ende einer gemäßigten Nachtmahlzeit eine ziemliche Portion grüner Melissen als ein Salat mit Wein und Zucker oder mit Baumöle und sehr wenig Essige oder besser nur also rohe genossen. So werden sich einem in dem Traume meistenteils anmutige grüne Gärten, lustige Alleen, schattige Waldungen und dergleichen scharmierende Revieren vorstellig machen.” (JOH. WALLENBERG, Natürliche Zauberkünste Nr. 70, zit. n. LOREY, 174)

„traum in der neujahrsnacht tritt ein.” (Aberglaube aus dem Erzgebirge um Chemnitz, n. GRIMM, A. 528)

Eintreten soll auch, was man in einem Hause träumt, in dem man zum ersten Mal schläft. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 351)