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| Allmende | |
Eine Eigenschaft vieler Gottheiten, die sie vom Menschen unterscheidet, der sich vielfavch nach ihr sehnt.
Die Unsterblichkeit hebt die Begrenzung des Lebens durch Geburt und Tod auf. Um ihre Unsterblichkeit zu erhalten, müssen Götter vielfach bestimmte Speisen zu sich nehmen, die als Göttertrank einem Füllhorn entspringt (Nektar, Ambrosia, Soma, Met, Haoma) oder als Frucht am Baum des Lebens gedeiht (Gärten der Iduna, Hera, Eden) oder als Jungbrunnen sprudelt.
Dabei ist zwischen Unsterblichkeit und dauernder Jugend zu unterscheiden. So sichert den nordischen Asen der göttliche Met die Unsterblichkeit, ihre Jugend erhalten ihnen die Äpfel der Idun. Bei den Kelten wuchsen solche Äpfel weit im Westen in Avalon.
Daß dem Menschen keine Unsterblichkeit zuteil ist, wird auf verschiedene Weise erklärt. Die Bibel berichtet in der Genesis, wie sich der Mensch um die Unsterblichkeit, weil er vom Baum der Erkenntnis ißt und darum aus dem Paradies Eden vertrieben wird. In Eden wächst auch der Baum des Lebens, der nun, weil von Cherubim bewacht, dem Menschen unerreichbar ist.
Der akkadische Held Agapa bringt sich um die Unsterblichkeit, als er das von Anu dargebotene Brot und Wasser des Lebens ablehnt, weil er es für vergiftet hält.
Dagegen wurde Utnapishtim, dem einzigen überlebenden der mesopotamischen Sintflut, die Unsterblichkeit gegeben, weshalb ihn Gilgamesch auf der Suche danach aufsuchte.
Unsterblichkeit wird der Schlange zugeschrieben. Wenn sie sich gehäutet hat, wirkt sie wie neu und verjüngt.
Um sie dem Menschen zu geben, bemühten sich die Alchemisten um die Herstellung des Steins der Weisen. Mit dessen Hilfe könne nicht allein Blei in Gold verwandelt werden, sondern es lasse sich überdies ein Trank herstellen, der Unsterblichkeit verleiht.