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| Allmende | |
Die Bezeichnung für einen im Weltbild unten gelegen Teil der Welt. Die Unterwelt ist der finstere Wohnort der Unterwelts- und Todesgottheiten. Hierher gelangen die Verstorbenen, meist geleitet von Seelenführern oder von Fährmännern über das Grenzgewässer gesetzt (Anubis, Charon, Hermes).
Im Westen, jenseits des Ozeans, wo die Sonne untergeht, wird der Eingang zur Unterwelt vermutet, der meist durch ein bewachtes Tor verschlossen ist, bewacht von dämonischen Wesen, beispielsweise Wachhunden wie Kerberos oder Garm.
In der Unterwelt ist auch das Totenreich gelegen, das im Christentum als grauenvoll ausgestaltete Hölle und Wohnsitz des Bösen gesehen wird, meist aber als zwar öder und finsterer, dennoch moralisch unbewerteter Aufenthaltsort der Toten.
Es sind zahllose Unterwelten benannt. Die Ägypter kannten Duat, die Sumerer Kurnugia bzw. Kur oder Kigal, die Juden Abaddon und She'ol, die Akkader Aralu. Bei den Griechen ist es Hades, die Römer nannten es Orcus, die Germanen das Reich der Hel.
Nach der Theorie von der hohlen Erde ist die Unterwelt keine metaphysische Spekulation oder eine Totenwelt sondern schlicht das Erdinnere. Dieses sei von einer intelligenten Rasse und von allerlei Tieren bevölkert und werde von einer rötlichen Zentralsonne beleuchtet.