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-- in Vorbereitung / Sammlung --
Schutzgott von Wegen und Straßen war im griechischen Altertum der Botengott Hermes, der auch den Kaufleuten und Dieben vorstand.
Entlang der Wege standen Hermen, kurze Steinsäulen mit dem Kopf des Hermes, die insgesamt einen Phallus darstellen sollen.
Wer vorbei kam, warf einen weiteren Stein auf einen oft schon recht umfangreichen Haufen.
Als Weg der Erkenntnis wird die Reihe der Trümpfe im Tarot gesehen.
Als unheimliche Orte gelten Wegscheiden, ob nun Weggabelungen (Dreiweg) oder Kreuzungen. An der Wegscheide gilt es zu entscheiden, welchem Pfad gefolgt werden soll, wobei eine gewisse Unsicherheit im Spiel ist. Wer sich gar nicht entscheiden kann, welche Richtung am Kreuzweg einzuschlagen ist, der ist zum Verharren an jener Stelle verdammt.
Das machte man sich früher zunutze, indem man Gehenkte bevorzugt an Kreuzungen begrub. Ihre Seele, so hoffte man, würde sich nicht entscheiden können, in welche Richtung sie sich begeben solle, um sich an ihren Richtern und Henkern zu rächen.
Wie den Seelen soll es auch den Geistern und Dämonen ergehen, die am Kreuzweg beschworen oder gebannt werden.
Unliebsame Vertreter der Anderwelt werden darum gern an Kreuzwegen festgebannt, zum Beispiel, indem ein entsprechend wirkender Bannbrief oder sonstiger magisch aufgeladener Gegenstand dort begraben wird (MALA, 79f.).
Vermutlich auch deshalb sollen sich an Kreuzwegen reichlich Wesen der Geisterwelt aufhalten, die gemeinhin für seherisch begabt gehalten werden, weshalb aufmerksames lauschen am nächtlichen Kreuzweg dem Neugierigen empfohlen wird (MALA, 80).
Göttin der Kreuzwege war den Griechen die Hekate, die Göttin der Unterwelt, die auch Fruchtbringerin und Amme ist. Trivia, die man an Dreiwegen anruft war ihr Beiname, man hieß auch die Artemis so.
zu erforschen, was das jahr über geschehen werde, stellen sie sich in der christnacht XII uhr auf einen kreuz oder scheideweg, stehn eine stundelang, ohne zu reden, stockstill, da sich dann alles künftige vor ihren augen und ohren zeigt. das nennen sie ,horchen gehn’. (GRIMM, A. 962)
Am Karfreitag, so rät der Aberglaube, soll man vor Sonnenaufgang kreuzweise die Nägel von Händen und Füßen schneiden und sie zu einem Kreuzweg tragen. Das verhindere dauerhaft Zahnschmerzen (Das sechste und siebente Buch Mosis, 134).
wenn eine frau auf dem markstein des scheidewegs sitzend ihr kind stillt, bekommt es nie zahnweh (GRIMM, A. 1008).
In Salzburg erzählt man, einst sei der Arzt Paracelsus nachts an einem Kreuzweg der Trud begegnet, wie die gerade eine Schar Seelen ungetaufter Kinder mit sich führte. Weil Paracelsus eine der Kinderseelen mit einem Namen ansprach, entschwebte die Seele gen Himmel. (GEBELEIN, 234)
Wenn sieben Frauen auf einem Kreuzweg stehen, soll es Regen geben (Wie’s Wetter wird 3, 28).
Ein Kreuzweg ganz anderer Art ist die Via Dolorosa, der Weg, den Jesus auf dem Weg nach Golgatha zu beschreiten hatte. Siehe Leidensgeschichte Jesu.
Weg meint auch die Entwicklung, die der Mensch in seinem Leben durchmacht und entlang dessen ihm immer wieder - wie an der Wegscheide - eine Entscheidung abverlangt wird.
Konfuzius sagt: Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.
Einen Initiationsweg sollen die Trumpfkarten im Tarot beschreiben.