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| Allmende | |
Die Gesamtheit der natürlichen und übernatürlichen Geographie, wie sie in Weltanschauung, Mythos oder Religion gedacht ist.
Es gibt die verschiedensten Entwürfe. So kann die Form des ganzen eine Kugel oder Halbkugel sein, ein Rad oder ein Ei. Auch Schildkröte, Kuh, Mensch, Weltbaum oder Turm wurden vorgeschlagen. In sich bestehen sie aus mehreren Sphären. Es können je ein Raum des Diesseits und des Jenseits gedacht sind, oder das diesseits der Menschenwelt liegt zwischen einer Himmelswelt und einer Unterwelt.
Das ganze Himmelsgewölbe mit den Sternen dreht sich nach antiker Ansicht um eine Weltachse. Diese geht durch einen Nabel der Welt, der je nach Volk an verschiedenen Orten angesiedelt wird.
In der Himmelswelt leben die lichten Gottheiten und die Seligen, hier befinden sich das Paradies, die Gestirne und Erscheinungen wie den Regenbogen, der auch Brücke zur Menschenwelt ist.
In dieser befindet sich alles dem Menschen mit den fünf Sinnen erfassbare. Auch verschiedene elbische Wesen hausen hier, etwa die Kobolde.
In der dunklen Tiefe der Unterwelt befindet sich das Totenreich.
Die zeitliche Dimension sieht die Welt als entweder für ewig, für endlich, mit einer Schöpfung und einer Endzeit an oder als zyklische Abfolge von Werden, Vergehen und erneuter Schöpfung.
Einige Weltbilder sind der germanische Weltenbaum Yggdrasill, der griechische Kosmos. Von ihnen erzählen die kosmologischen und kosmogonischen Mythen.
OVID erzählt in seinen Metamorphosen, nachdem aus dem Chaos die Welt entstanden sei, hätte die ordnende Gottheit unterhalb den Sphären des Äthers und der Luft die meerumflossene Erdkugel geformt. Auf jener gebe es fünf Zonen, in der Mitte eine wegen übergroßer Hitze unbewohnbare, zu beiden Seiten anschließend die bewohnten Gefilde und jenseits dieser je eine kalte Zone (I.32-51).
In der jüdischen Kabbala gibt es vier Welten, Aziluth, Briah, Jezirah (oder Itzarah) und Assjah.