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| Allmende | |
Aus dem Zusammenspiel von Temperatur, Sonnenstrahlung, Wind, Wolken und so weiter ergibt sich ein atmosphärischer Zustand, der als Wetter bezeichnet wird.
Während der Begriff Klima die Gesamtheit der Witterungserscheinungen (Temperatur, Wind, Niederschläge) über einen langen Zeitraum meint, umreißt die Witterung das Wettergeschehen über einige Tage hinweg und das Wetter schließlich ist der augenblickliche Zustand im Freien.
Die Beobachtung des Wetters ist für Jagd, Landwirtschaft und Seefahrt von existenzieler Bedeutung. Aus langjährigem Beobachten zog man Schlüsse, welche Winde, Wolken, Tau oder Nebel auf Niederschläge deuten, ob dieser als Regen, Hagel oder Schnee geben wird oder ob gar ein Gewitter mit Blitz und Donner zu erwarten ist.
Auch Himmelserscheinungen wie der Regenbogen, Morgen- und Abendrot oder Wetterleuchten werden zur Beurteilung des Witterungsverlaufs herangezogen, sogar entfernte Himmelskörper wie Kometen und Sternschnuppen. Zahlreiche Bauernregel beziehen sich auf derartige Beobachtungen, die heute die moderne Metereologie zu systematisieren versucht.
Angesichts der Wichtigkeit des Wetters für den Menschen und seiner oft majestätischen Wucht (Sturm, Gewitter) ist kaum verwunderlich, daß der religiöse Mensch in ihnen tobende Riesen oder Götter zu erkennen meinte.
In der nordischen Mythologie beispielsweise sind die das Klima bestimmenden Naturkräfte als Riesen gedacht, dem kühlen Charakter des Nordens entsprechend vorzugsweise als Reifriesen (Hrimthursar).
-- in Vorbereitung --
Für das Wetter ist der Eintrittszeitpunkt des Neumondes von Bedeutung, folgt man Wetterregeln wie zum Beispiel dem 100jährigen Kalender.
Jeder Stunde des Tages steht ein bestimmter Planet als Herrscher vor. Diesen Planeten sind bestimmte Eigenschaften zugeordnet, die sich auf den kommenden Monat auswirken sollen, je nach dem, zu welcher Stunde der Neumond erscheint.
Siehe hierzu die Tabelle der Stundenherrscher und folgende übersicht:
| Neumond in der... | macht das Wetter... |
| ... Stunde der Sonne | ... im Sommer heiß und trocken, im Winter kalt und trocken |
| ... Stunde des Mondes | ... windig und regnerisch |
| ... Stunde des Merkur | ... beläßt das Wetter, wie vom Jahresherrscher vorgegeben |
| ... Stunde der Venus | ... im letzten Viertel regnerisch, im Winter fällt Schnee |
| ... Stunde des Mars | ... zur Hälfte trocken, zur Hälfte feucht |
| ... Stunde des Jupiter | ... zur Hälfte trocken, zur Hälfte windig |
| ... Stunde des Saturn | ... kalt und regnerisch |
Hierzu siehe die übersicht Stundenherrscher.
Das Wetter erkennt man am Winde,
wie den Herrn am Gesinde.
Springende Fische weisen auf ein kommendes Gewitter. Diese Anglerweisheit findet sich auch im 100-jährigem Kalender.
Wenn nach einem Gewitter die Wiesen stark dampfen, ist das nächste Donnerwetter im Anmarsch.
Morgennebel im Sommer kündigen häufig ein Gewitter an.
Ob Sturm und Regen zu erwarten sind, soll im August anhand der Hörner der Mondsichel erkannt werden können. Erscheinen diese eingetrübt, so ist mit solchem Wetter zu rechnen.
Macht der August uns heiß, bringt der Winter viel Eis.
Wenn morgens nach einem Regenguß der Himmel tiefblau erscheint, ist weiterhin mit Niederschlägen zu rechnen.
Staubwirbel auf der Straße deuten auf kommenden Regen.
Fällt das Laub recht bald,
wird der Herbst nicht alt.
Wenn man im Herbst bei klarer Luft ausgezeichnete Fernsicht hat, wird es bald Regen geben.
Ein früher Herbst soll für das kommende Jahr auf einen fruchtbaren Sommer hoffen lassen.
Wenn die Bienen zeitig verkitten,
kommt bald ein harter Winter geritten.
Siehst du fremde Wandervögel,
wird es kalt in aller Regel.
Im Oktober sekrecht aus dem Kamin aufsteigender Rauch deutet auf beständig angenehmes Wetter.
Zu dieser Jahreszeit soll auch reichlicher Taufall, der lange liegen bleibt, auf weiterhin freundliches Wetter hinweisen.
Im November herrscht oft gutes Wetter, wenn der spätherbstliche Himmel sich in mattblauer Farbe zeigt.
Novembers Morgenrot mit langem Regen droht.
Dem 100jährigen Kalender zufolge deuten frühe Fröste im November auf einen insgesamt milden und kurzen Winter. Eine Bauernregel sagt dazu:
November tritt oft hart herein,
braucht nicht viel dahinter sein.
Gegen Ende des Monats, am Virgiliustag (27. November), weist ein Frosteinbruch dagegen auf einen langen Winter mit anhaltendem Frost:
Friert es auf Virgilius,
im Märzen Kälte kommen muß.
Die Witterung im Dezember soll ein genaues Spiegelbild des kommenden Juni sein, der ihm im Jahreskreis gegenüber liegt: So kalt wie im Dezember, so heiß wird´s im Juni.
Wenn´s jetzt (14. Dez.) nicht wintert,
sommert´s auch nicht.
Fließt im Dezember noch der Birken Saft,
dann wird´s ein Winter ohne Kraft.
Vielen Leuten ist eine Reaktion ihres Körpers auf Wechsel der Witterung bekannt. Der griechische Arzt Hippokrates riet dazu, sich während solcher Perioden besonders um seine Körper zu sorgen, da der Körper besonders anfällig und schmerzempfindlich sei.