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| Landschaften und Klimagebiete | |
Symbolhaft steht die Wüste für Verlassenheit und Einöde, landschaftsgeographisch für eine weitgehend oder völlig vegetationsfreie Landschaft.
Obwohl mit einer Wüste meist die trockenheißen Sand- und Geröllgebiete der Erde gemeint ist, sind auch die dauerhaft vereisten Gebiete der Polregionen als Wüsten anzusprechen.
Auch Parkplätze stellen, wennauch kleinräumig, Wüsten dar.
Oft ist die Wüste der Aufenthaltsort, dessen lebensfeindliche Ödnis zu innerer Reifung führt. 40 Jahre zieht Moses mit seinem Volk durch die Wüste, im Neuen Testament geht Johannes der Täufer in die Wüste. Auch Jesus Christus setzt sich einem 40tägigen Wüstenaufenthalt aus. Später (und zuvor) zog es viele in die Wüste, um dort als Eremiten Erleuchtung zu finden.
Die biblische Wüste meint nicht die reine Sandwüste, die keinerlei Vegetation aufweist, sondern entweder trockene Steppe, die sich für nomadische Viehzucht eignet (indem die Wanderbewegungen eine Erholung der Vegetation zuläßt) oder das Kalksteingebiet Palästinas mit immerhin noch kärglicher Humusschicht und gelegentlichen Buschbewuchs (Reclams Bibellexikon, 547).
Die Redewendung jemanden in die Wüste schicken beruht auf dem Brauch des Sündenbocks.