Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Zahlenwelt
 

Zwei

(2, röm. II) Mit der Aufspaltung der Eins in zwei Hälften kommt der Gegensatz, das eindimensionale Weltbild, ich hier, du da. Die zwei wird als weibliche Grundzahl angesehen, deren Element die Erde ist.

Zwei Punkte ohne Ausdehnung haben als Orientierung einzig den anderen Punkt, doch gebricht es an räumlicher oder zeitlicher Verortung, weder links oder rechts, oben oder unten, gestern oder morgen. Das wird es mit der folgenden Drei möglich.

Die Symbolik der Zwei ist zwielichtig, da die Zweiteilung Zwietracht sät, aber erst mit der Polarität und ihrer Überwindung die Fülle des Lebens in allen seinen Verzweigungen möglich wird. Die Dualität von Stofflichem und Geistigem macht diese Zahl zum Bild der Gegensätze, wobei gleichzeitig beide Polaritäten in ihr enthalten sind.

chinesisch-taoistische Yin-Yang Symbol
 
Salomos Siegel
Die Überwindung der Zweiteilung durch Vereinigung, auch Ziel der Alchemisten auf der Suche nach dem Stein der Weisen, findet sich in Symbolen wie „Salomos Siegel” und besonders dem chinesischen Yin-Yang als ineinandergreifende Hälften des Lichten und Dunklen, die gemeinsam das Ganze ergeben.

keltisches Kreuz
Die Vereinigung symbolisiert auch das alte Zeichen des Kreuzes, wo der männliche Phallus mit der weiblichen Yoni verschmilzt. Besonders das keltische Kreuz macht dieses sichtbar. Das Zeichen erinnert auch an die mit dem vollen Mond verbundene strahlende Sonne und somit die Gemeinsamkeit von Tag und Nacht.