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   Zahlenwelt
 

Fünf- 5 - V

Quincunx
Mit der Fünf erhält das Quadrat seinen Mittelpunkt. Sie ist der Äther, der als fünftes Element dem rein Stofflichen das Lebendige einhaucht. Als quinta essentia war dieses fünfte Element ein Ziel alchimistischer Suche, die Quintessenz der vier christlichen Evangelien ist Jesus Christus.

Die Fünf ist die Vollendung insofern, als nun im von vier Punkten gestalteten dreidimensionalen Raum die Idee der Zeit beigefügt wird. Durch Zustande vorher und nachher wird Bewegung möglich und damit das Leben.

Eigentlich gehen die Zahlen erst mit der Fünf richtig los, alles zuvor ist Grundlage. Denn die Fünf markiert die Verschmelzung der ersten geraden mit der ersten ungeraden Zahl (2+3=5), also die Verschmelzung des weiblichen mit dem männlichen Prizip.

Im Manichäismus, einer von Mânî hayyâ (216 bis 277) begründeten gnostischen Lehre, zählt man fünf Elemente, Licht, Luft, Wind, Feuer und Wasser, außerdem fünf Unterreiche, über die der König der Finsternis herrscht, Finsternis, Rauch, böser Wind, böses Feuer und böses Wasser (BIEDERMANN, 340f.).

Kerngehäuse
 
Pentagramm
Das Kerngehäuse des Apfels besteht aus fünf „Zimmern” und bildet ein Pentagramm.

Der Islam kennt fünf Säulen des Glaubens: Bekenntnis (Shahada), täglich fünfmaligem Gebet (Salat), Fasten im Ramadan (Saum), Almosen (Sakat) und Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch).

 

Sympathetische Heilanwendungen müssen häufig 3, 5, 7 oder 9 mal wiederholt werden. (ATKINSON-SCARTER, 107)