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Zahlen, Zahlenmystik

Bereits aus dem alten Orient überliefert ist eine Deutung der Zahlen, die über das reine Zählen hinausgeht.
Im europäischen Altertum war es vielleicht Pythagoras, der als erster eine Zahlenmystik ausbildete. Für ihn waren Zahlenverhältnisse grundlegendes Prinzip der geformten Welt. Ihm galt besonders die Zehn als heilige Zahl.

Die Zahlen von 1 bis 10 markieren Stufen des Lebensbaumes und die Entwicklung der Welt schlechthin, vom Geist 0 der reinen Materie, die sich im ersten Punkt 1 verdichtet über die 2 und 3 als Gewinn von Dimension, die mit der 4 körperlich wird und zu leben beginnt und die weitere Entwicklung bis hin zur 10, die die erste Vollzahl markiert.

Alles weitere sind Ableitungen aus diesen Grundzahlen, deren Bedeutung sich in ihrem Erscheinungsbild (666, 2000) oder mathematischen Operationen durch Wurzel- (62=36), Quersummenbildung (12 ist 1+2=3) oder Vervielfachung (40=4*10) ergibt. Bemerkenswert sind weiter die Primzahlen, Zahlen, die außer der 1 nur sich selbst zum Divisor haben.

Ein weites Feld der Spekulation erstreckt sich, wenn die Welt der Zahlen mit der Buchstabenschrift verknüpft wird. Jedem Buchstaben ist dabei ein bestimmter Zahlwert beigemessen. Auch aus einfachsten Sätzen und Begriffen raunen tiefste Geheimnisse, wenn nur mit dem nötigen Geschick gerechnet und gedeutelt wird.

Die geraden Zahlen gelten als „weiblich”, die ungeraden als „männlich”, Grundzahl der weiblichen Seite der Welt ist damit die Zwei, die der männlichen die Drei.

Die „arabischen” Zahlen stammen aus Indien, wurden von den Arabern übernommen und im Abendland von Papst Silvester II. (999 bis 1003) eingeführt. Dieser gebildete Mann auf dem Stuhl Petri ist übrigens der einzige Papst, von dem „sicher” vermeldet ist, daß ihn der Teufel geholt habe. Im Mittelmeerraum hatte bereits der syrische Bischof Severus Sebokht die Zahlzeichen beschrieben und der gebildeten Welt zugänglich gemacht.

Immer wieder auffallend sind bestimmte Anzahlen, etwa die Dreizahl oder Zwölfzahl bei „Kollegien” von Gottheiten oder die verbreitete Ansicht der 7 oder 13 als Glücks- oder Unglückszahl.

Zu folgenden Zahlen findet sich Zählbares:

Null - Eins - Zwei - Drei - Vier - Fünf - Sechs - Sieben - Acht - Neun - Zehn - Elf - Zwölf - Dreizehn - Achtzehn - Neunzehn - 40 - Hundert - 666 - 10.000

Eine römische Göttin des Zählens ist die Numeria.