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  Zauberei - Mantik
 
 

Krommyomantie

Die Wahrsagung durch Zwiebeln nennt man Krommyomantie. Zur Christmette werden vorher bestimmten Personen zugeordnete Zwiebeln auf den Altar gestellt, woraus man etwas über jene in Erfahrung zu bringen hoffte. Unverheiratete Frauen setzten solches Orakel ein, um den Namen ihres Zukünftigen zu erfahren: die Zwiebel, welche zuerst keimt, steht für den kommenden Bräutigam. (BÄCHTOLD-STÄUBLI, 5,599)

Die auch Crommyomancie genannte Zwiebel-Weissagung wurde in jüngerer Zeit noch in Österreich ausgeübt und ist laut SCHRÖDTER wenig zielsicher. (Pflanzengeheimnisse, 131)

Im alten Rom legte man drei Zwiebeln auf ein feuchtes Leinentuch, die mittlere Zwiebel stand für eine abwesende Person. Keimte diese Zwiebel nun zuerst, so schloß man auf Wohlergehen des Abwesenden. Keimte die Zwiebel als zweite der drei, so fürchtete man Krankheit, als dritte gar den Tod oder Todesgefahr. (SCHRÖDTER, 131)