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  Zauberei
 
 

Onomatomantie

(auch Namenmantik) Mit diesem Begriff bezeichnet man das Wahrsagen aufgrund des Namens.

Das Verfahren war schon in der griechischen Antike bekannt, aus dem semitisch-arabischen Raum stammt die Erweiterung der Onomatomantie um den Zahlwert der Buchstaben. Ältester schriftlicher Hinweis auf Onomatomantie in Deutschland ist in einer dem Phisitor zugeschriebene Handschrift aus dem vierzehnten Jahrhundert enthalten. Dieser Text wurde in mehreren Handbüchern der Fechtkunst verwendet. Offenkundig hatten Fechter Interesse daran, aus dem Namen ihres Gegners auf den Auskunft des Fechtkampfes schließen zu können. (n. HABIGER-TUCZAY, 179)

Auch in der zeitgenössischen Esoterik ist die Onomatomantie verbreitet. Häufig sind beispielsweise Anleitungen für Partnerschaftsorakel, bei denen die Namen der Liebenden direkt oder über den Umweg der Zahlwerte einander in Beziehung gesetzt werden.
Anstelle der Umwandlung in Zahlwerte bzw. die ergänzend wird auch die Umsetzung der Buchstaben in Runen vorgeschlagen (so SZABO u. SZABÓ).