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| Zauberei | |
Als der Jünger Jesu und Apostel Jacobus in Judaea missionierte, sandte der Zauberer Hermogenes seinen Schüler Philetus zu ihm, daß er dessen Lehre widerlege. Wider seiner Erwartung gelang das Philetus nicht, er kehrte zu seinem Meister zurück und bekannte, nun selbst der neuen Lehre anzuhängen. Wutentbrannt bezauberte Hermogenes ihn und bezauberte Philetus derart, daß der sich nicht mehr rühren konnte.
Aber der sandte seinen Sklaven zu Jacobus, der Philetus sein Schweißtuch bringen ließ. Das solle Philetus berühren und dabei aus den Psalmen sprechen:
Der Herr hebt die Geschlagenen wieder auf, er selbst befreit die Gefesselten (P146, 7-8)
Kaum hatte Philetus das vollbracht, war er befreit. Das erboste Hermogenes und er wies seine Dämonen an, ihm Jacobus und Philetus gefesselt zu überbringen. Doch kaum waren die Dämonen bei Jacobus angekommen begannen sie angstvoll zu zittern und bekannten dem Heiligen, nichts gegen ihn ausrichten zu können. Statt dessen hätten sie die Engel Gottes in glühende Fesseln geschlagen und sie fürchteten zu verbrennen.
Jacobus befreite die Dämonen und ließ sie nun den Hermogenes gefesselt zu sich bringen. Nun war es an dem, sich zu bekehren, doch fürchtete er, die Dämonen würden nun ihn plagen. Damit das nicht geschehe, erhielt er von Jacobus dessen Stab und warf alle seine Zauberbücher ins Meer. Sie zu verbrennen hätte zu viel Gestank produziert, so die Sorge des Apostels. (nach Jacobus de Voragine, Legenda aurea, 240-242)
Von diesem Zauberwettkampf wird noch berichtet, Hermogenes habe seinem verlorenem Schüler zunächst einen Fluch gesandt, der ihn verbrennen sollte, doch konnte sich Philetus retten, indem er sich in den Mantel des Jacobus hüllte.
Solche Zauberwettkämpfe zwischen Heiligen und Zauberern waren nicht selten, das bekannteste Beispiel ist vielleicht der Kampf der Apostel Philippus und Petrus gegen Simon Magus.