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| Zauberei | |
(Namensmantik) Die Kenntnis eines Namens, besonders des Geheimnamens, soll es dem Magier als eine Form des Wortzaubers ermöglichen, Macht über den Träger des Namens zu erlangen. Bei dem magischen Praktiken ähnelndem Exorzismus ist zum Beispiel die Kenntnis des betreffenden Dämonen wichtig, den es aus dem befallenen Körper auszutreiben gilt.
Die Wiederholung eines Namens soll die ausgeübte Kraft des zaubernden auf den Namensträger verstärken. Dabei kann der Name auch rückwärts gesprochen werden, um dessen Kraft zu schwächen. Eine besondere Methode ist die Auslassung jeweils einen Buchstabens, die Kraft des Namensträgers nimmt so mit dem Namen allmählich ab.
Ein Beispiel findet sich im jüdischen Talmud, wo die Vernichtung des Dämons Shabriri beschrieben wird:
Shabriri |
Umgekehrt kann mit dem allmählichen Aufbau des Namens eine Anrufung verstärkt werden, hier ein Beispiel mit dem Gottesnamen Tetragramaton:
ton |
(beide Zitate nach Habiger-Tuczay 1992, 140)
Bei Liebeszauber, Schadenszauber, Heilzauber und dergleichen wird der Name des zu Bezauberndem auf einen Zettel geschrieben und mit diesem die jeweiligen Rituale vollzogen. Zur Heilung wurde etwa der Name des Kranken aufgeschrieben und das Papier verschluckt, womit auch die Krankheit zum verschwinden gebracht werden sollte.