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 Zauberei
 
 

Wechseltaler

Heckethaler, Brutpfennig. Ein Geldstück, das immer, wenn es ausgegeben wurde, zu seinem vormaligen Besitzer zurückkehrt.

Im Aberglauben heißt es „heckethaler mehren das geld unterm zählen, und kehren ausgegeben immer wieder zurück” (GRIMM, A. 781)

So ein Wünschelding erinnert an Odins goldenen Ring Draupnir, dem alle Tage weitere ebensoschwere Ringe abtroffen (GRIMM, 726).

Der Totengott Odin gemahnt bereits an die nicht alltäglichen Methoden, in Besitz eines solch wünschenswerten Geldstücks zu kommen. Glück hat, war an einem Kreuzweg einen Pfennig findet und ihn über die Schulter wirft. Die gräßlichere Methode ist, eine Hose aus der Haut eines Toten zu tragen.

Von einer anderen Methode erzählt eine Sage aus Swinemünde.
Dort hatte sich ein Mann in der Neujahrsnacht an die Kirchentür begeben, mit sich führte er in einem Sack einen schwarzen Kater. Mit dem Sack auf dem Rücken umschritt er rückwärts gehend die Kirche und klopfte dann dreimal an die Kirchentür. Ein Mann trat hinaus und begehrte den Kater zu kaufen. Acht Groschen wollte er geben, der andere verlangte aber einen ganzen Taler und umschritt ein weiteres Mal in genannter Weise die Kirche, klopfte erneut dreimal und das Gespräch wiederholte sich. Nach einem dritten Umgang willigte der Mann in der Kirche schließlich ein und kaufte den Kater für einen ganzen Taler. Der Verkäufer hatte nun ein Geldstück erworben, welches immer zu ihm zurückkehrte, sooft er es auch ausgab. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 24)