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| Zauberei / Wind | |
Es wird von verschiedenen Zaubern erzählt, die einen Wind herbeirufen oder stillen sollen, sei es zur Rettung der landwirtschaftlichen Ernte, eines Schiffes oder der Versenkung eines solchen.
Gegen das Verdorren der Weinreben durch den trockenen Wind Lips umliefen die alten Griechen von Methana die Reben mit einem weißen Hahn. PAUSANIAS (Argolis, 34,2)
Will man Wind machen, so muß man einen alten Besen verbrennen. (aus der Mark, n. KUHN u. SCHWARTZ, C. 401)
Wenn Windstille ist, muß man mit einem alten Nagel am Fockmast kratzen, dann kommt Wind. So meinte man in Hamburg. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 402)
Aus Hamburg stammt auch der Rat: Wenn man lange conträren Wind gehabt hat und es begegnet einem ein Schiff, so muß man einen alten Besen vor dasselbe hinwerfen; dann springt der Wind um, man bekommt den guten, das andere Schiff aber schlechten Wind. (KUHN u. SCHWARTZ, C. 403)
Wer den christlichen Heiland Jesus als Zauberer betrachten möchte, der sieht in der Stillung des Sturms über dem Galiläischen Meer (MATTHÄUS 8,23ff.; MARKUS 4,35ff.; LUKAS 8,22ff.) die Anwendung eines Windzaubers.
Die Herbeirufung eines Sturms war mehrfach ein Anklagepunkt bei Prozessen gegen Hexen.