| Astrologie - Horoskop | ||
Aufgrund der Präzession, der allmählichen Kreiselbewegung der Erdachse, die etwa alle 25800 Jahre zu sich selbst findet, bewegt sich der Frühlingspunkt allmählich rückwärts durch den Tierkreis. Eine solche Umdrehung wird als Weltjahr oder Platonisches Jahr bezeichnet.
Das hat zur Folge, daß alle 2100 Jahre dieser Frühlingspunkt um ein ganzes Sternbild zurückläuft. Derzeit steht der Frühlingspunkt im Übergang zum Wassermann, davor im Zeichen Fische, davor in Widder, Zwillinge usw.
Den jeweilig durchlaufenden Tierkreiszeichen wird zugesprochen, ihre Eigenschaften zu Grundtendenzen der 2100 Jahre währenden Weltzeitalter zu machen.
Äußerlich sei das anhand der allgemeinen Menschheitsentwicklung (Erfindungen, Wanderungen, politische Struktur) erkennbar, besonders auch an den bevorzugten Opfertieren bzw. Leitmythen. Im Stierzeitalter sei es demnach besonders um den Rindvieh gegangen (z. B. minoische Kultur auf Kreta), dann sei der Widder in den Vordergrund gerückt (Bibel), der Fisch sei für das gerade endende Fischezeitalter kennzeichnend (der Fisch ist ein Symbol des Christentums).
Vom noch nicht sehr lange angebrochenem Wassermannzeitalter erhoffte sich im Sinne der diesem Zeichen zugeschriebenen Eigenschaften beispielsweise die Hippie-Bewegung die Loslösung von verkrustenden Strukturen der rückliegenden zwei Jahrtausende, da dem Wassermann Befreiung und revoltionerer Aufbruch zugesprochen wird.
Die Vorstellung von einer Abfolge der Weltzeitalter ist verbreitet und uralt. Der Grieche Hesiod beschrieb einen fünffachen Abstieg der Welt. Dem ursprünglichen vollkommenen Zustand des goldenen Zeitalters folgte ein silbernes und ein erzenes. Dem schließt sich ein Zeitalter der Halbgötter (Heroen) an, bis im fünften Weltalter das eherne Geschlecht herrscht (Hesiod, Werke und Tage).
Siehe Zeitalter.