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   Sternenkunde
 

Sternschnuppe

-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --

Zu Sternschnuppen kommt es, wenn Sterne sich schneuzen oder putzen, weshalb man sie auch Sternputzen nennt. (GRIMM, 602)

Wer eine Sternschnuppe erblickt, soll ein Gebet sprechen, heißt es im Aberglauben. (GRIMM, 602) Was man sich während des Falles wünscht, soll in Erfüllung gehen. (ebd.)

In Litauen sagte man, die Werpeja (Spinnerin) beginnt den Faden den Faden der neugeborenen am Himmel zu spinnen und jeder Faden endet in einem Stern. Naht der Tod des Menschen, reißt sein Faden und der Stern und fällt erbleichend nieder. (GRIMM, 602)

Auf einen alten Weltenbrand verweist eine Legende aus Siebenbürgen. Einst habe Gott, damit nicht alles verbrenne, eine Furche über den Himmel gezogen und darin das Feuer einschürt. Diese Furche ist noch heute als Milchstraße sichtbar. Ab und an springt noch ein Funken aus der Glut, das sind dann die Sternschnuppen.

„Jeder Mensch hat sein Licht am Himmel und wenn er stirbt, so geht’s aus; es kommen statt der alten, aber sogleich wieder neue zum Vorschein, da immer wieder Menschen geboren werden.” (aus Brodewin, KUHN u. SCHWARTZ, C. 422)

Ebenfalls in Brodewin sagte man: „Wenn die Sterne schießen, so ändert sich das Wetter.” (KUHN u. SCHWARTZ, C. 421)

„Sternschnuppen im Winter in heller Masse,
melden uns Sturm und fallen ins Nasse.”

Der berühmte Weltreisende und Professor für Naturwissenschaft Georg Forster (1754 bis 1794) befaßte sich mit der Alchemie und „stapfte auch durch sumpfige Wiesen beim nordhessischen Veckerhagen, um Sternschnuppensubstanz zu suchen”, in der er die materia prima vermutete. (GRAF, 8)