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   Sternenkunde - Lichter - Mond
 

Mondfinsternis

Der Mond
Mond - weiteres
Neumond
halber, zu- und
abnehmender Mond

Vollmond
Mondbewohner
Mondfinsternis

Gelegentlich stehen Sonne, Erde und Mond derart zueinander, daß der weit in das All reichende Schatten der Erde den Mond verdüstert. Diese Konstellation kann nur bei Vollmond auftreten — allerdings nicht bei jedem Vollmond, denn wegen der Neigung der Erdachse zieht der Erdtrabant meistens ober- oder unterhalb des Erdschattens seine Bahn. Wenn er allerdings genau durch den Erdschatten quert, tritt die Mondfinsternis ein. Anders als bei einer Sonnenfinsternis (bei der der Mond genau zwischen Erde und Sonne steht) erscheint der Himmelskörper jedoch nicht völlig verdunkelt, vielmehr schimmert er in einem rötlichen Farbton am Firmament. Denn aufgrund der Brechung des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre wird besonders der Rotanteil der Strahlung so umgelenkt, daß genau dieser Anteil den Mond auch bei einer Finsternis beleuchtet, nur eben nicht so hell wie vom Vollmond gewohnt und statt gelblich-weiß eher kupferrot bis gräulich, je nach Verschmuzung der Luft.

Ein derart auffälliges Ereignis (natürlich nur bei unbewölktem Himmel) regte die Phantasie der Menschen in allen Erdteilen an, so daß in vielen Mythen darauf Bezug genommen wird.
Im alten China hieß es, ein Drache verschlinge bei einer Mondfinsternis den Erdbegleiter (darum heißen die Schnittpunkte der Mondumlaufbahn mit der Erdebene auch Drachenpunkte).
Südamerikanische Amazonasindianer deuteten die Mondfinsternis als Ergebnis eines Pfeilschußes, den ein übermütiger Bogenschütze auf den Mond abgab. Die Blutung könne erst durch die Behandlung durch einen Heiler gestillt werden.
Im Norden ging man davon aus, daß der Wolf Hati, Verfolger des Mondes, diesen ergreift. Aber die Wikinger schlugen in solchen Fällen Krach und der Wolf ließ von seinem Opfer ab.

-- gemächliche Sammlung --

Für die Wettervorhersage sind Zeitpunkt und Ort der Monfinsternis bedeutsam. „Mondfinsternis bei Winterszeit im Norden, ist Ursach stets von großer Kält geworden.” (Wie’s Wetter wird, 4, 27)

Mahnend heißt es in einer Schrift aus dem 16. Jahrhundert: „jedoch ist zu besorgen, des Ungewitters halben, welches durch die Finsternussen auch boesn aspekt andeuten wirt, den fruechten an etlichen orthen ein ziemlich abbruch geschehen möchte” (ebd.).

 

Termine für über Deutschland sichtbare Mondfinsternisse

9. November 2003
27. Oktober 2004
3. März 2007
21. Februar 2008