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Der Mond ![]() |
Ein derart auffälliges Ereignis (natürlich nur bei unbewölktem Himmel) regte die Phantasie der Menschen in allen Erdteilen an, so daß in vielen Mythen darauf Bezug genommen wird.
Im alten China hieß es, ein Drache verschlinge bei einer Mondfinsternis den Erdbegleiter (darum heißen die Schnittpunkte der Mondumlaufbahn mit der Erdebene auch Drachenpunkte).
Südamerikanische Amazonasindianer deuteten die Mondfinsternis als Ergebnis eines Pfeilschußes, den ein übermütiger Bogenschütze auf den Mond abgab. Die Blutung könne erst durch die Behandlung durch einen Heiler gestillt werden.
Im Norden ging man davon aus, daß der Wolf Hati, Verfolger des Mondes, diesen ergreift. Aber die Wikinger schlugen in solchen Fällen Krach und der Wolf ließ von seinem Opfer ab.
-- gemächliche Sammlung --
Für die Wettervorhersage sind Zeitpunkt und Ort der Monfinsternis bedeutsam. Mondfinsternis bei Winterszeit im Norden, ist Ursach stets von großer Kält geworden. (Wie’s Wetter wird, 4, 27)
Mahnend heißt es in einer Schrift aus dem 16. Jahrhundert: jedoch ist zu besorgen, des Ungewitters halben, welches durch die Finsternussen auch boesn aspekt andeuten wirt, den fruechten an etlichen orthen ein ziemlich abbruch geschehen möchte (ebd.).
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