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   Sternenkunde - Lichter
 

Sirius, Hundsstern

(griech. seirios, „der Strahlende”) Dieser Stern, Hauptstern des Sternbilds Großer Hund ist im Sommer der hellste aller Sterne des Nachthimmels. Mit diesem astronomischen Ereignis beginnen die vom 23. Juli bis zum 24. August währenden „Hundstage”.

Sumerischer Gott des Sirius ist Ninurta Gilgamesch-Epos, Anm. S. 18).

Im alten Ägypten rechnete man für eine Sothis-(Sirius-)Periode 1461 Jahre. Nach 25 solcher Perioden soll eine völlige Erneuerung der Welt stattfinden. Das sind 36.525 Jahre, ebensoviel, wie der Hermes Trismegistos Bücher geschrieben haben soll (GEBELEIN, 112)

Als der Sirius, das Gestirn der Sommerhitze, über den griechischen Kykladeninseln brannte und die Pest tobte, holte man Aristaios auf die Isel Keos, wo er dem Zeus und dem Sirius opferte und um seinetwillen seither die Etesien (Passatwinde) vierzig Tage lang wehen. (KERÉNYI, 113)

Der Römer PLINIUS liefert eine Sammelanweisung für das zauberkräftige Eisenkraut, wie sie von keltischen Druiden beachtet wurde. Dernach müsse man beim Aufgang des Hundssterns zunächst die Erde mit Wachs und Honig versöhnen, ehe in sonnen- und mondscheinloser Zeit mit Eisen ein Kreis um das Kraut gezogen wird, das man dann mit der linken Hand pflückt (n. ARENS, 132).

Lokabrenna (lat. Lokii incendium) ist eine isländische Bezeichnung für den Sirius, die auf den nordischen Gott Loki anspielt. (Deutsche Mythologie, I., S. 200)

Dem Sirius ist der Beryll, der Wacholder, der Hase oder ein schönes Mädchen zugeordnet. (GEBELEIN, S. 204)

In mittelalterlichen Darstellungen von Jakobspilgern, also der Pilger, welche eine Wallfahrt zum Grab des Jakob im spanischen Santiago de Compostela unternahmen, findet sich als Motiv häufig ein Hund. Dieser Hund soll sich auf den Hundsstern beziehen, welcher den Pilgern der Vorzeit als Orientierungshilfe gegolten habe (Lesermitteilung).