| Sternenkunde - Lichter | ||
Die Sonne (lat. Sol, griech. Helios) ist Fixstern und das Zentralgestirn unseres Sonnensystems. Alle Planeten und Trabanten umkreisen sie.
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| Die Sonne |
Im Durchmesser mißt die Sonne 1,392 Millionen km, das sind 109 mal der Durchmesser unserer Erde. Die mittlere Entfernung der Sonne zur Erde beträgt 149,6 Mio. km, ihr Licht benötigt also einige Minuten, um zu uns zu gelangen.
Die Sonne strahlt Licht und Wärme ab, mithin Grundlage allen irdischen Lebens, das bei Ausbleiben des Sonnenlichts in Kürze erlöschen würde.
Kein Wunder, daß die Sonne häufig als der die Mutter Erde befruchtende Gott betrachtet wird. In wohl allen Kulturen sind daher der Sonne besondere Gottheiten gewidmet.
Beispielsweise bei den Germanen der Sol, bei den Griechen der Helios. Auch bei den Römern heißt ein Sonnengott Sol. Helden wie der germanisch-deutsche Siegfried kämpfen und sterben wie die Sonne täglich aufgeht, die Erde bescheint und untergeht, um am kommenden Tag aufzuerstehen.
Irgendwann soll sich die Sonne aufblähen und die Planeten werden mit ihr vergehen. Das ähnelt mythischen Vorstellungen einer Endzeit, in der die Sonne bzw. das Feuer den Mond oder die Welt verschlingen wird (z.B. der germanische Muspel / Surtr).
Astrologisch verkörpert unser Zentralgestirn das Wesenhafte. In ihrem astrologischen Symbol ist das durch einen Punkt inmitten eines Kreises dargestellt, als Repräsentation der Seele mit dem zentralen göttlichen Funken im Kern (DE LA LAMA, 1996, S. 37). Die Sonne steht für Vitalität und Dynamik, Lebensfreude, Selbstverwirklichung und Ausstrahlung. Sie ist das Gestirn des Löwen und des 5. Hauses. Die Wirkung des solaren Einflusses hält etwa zwei Tage an.
Die Sonne übt auf das Augentier Mensch von allen Lichtern den stärksten bzw. offensichlichsten Einfluß aus - dennoch sind die anderen Lichter für eine genaue astrologische Charakterisierung unerläßlich.
Der Sonne ordnet man körperlich Herz, Rücken und Wirbelsäule, die Vitalkräfte insgesamt, zu, außerdem den Sonntag und das Metall Gold (DE LA LAMA, 1996, S. 38).
Im persischen Mithraskult herrschte die Sonne über einen der sieben Himmel, der durch ein Tor aus Gold verschlossen ist.
Nach dem Römer Caesar war die Sonne neben dem Mond und dem Feuer (das Caesar Vulcanus nennt) eine der drei von den sonst wenig um Gottesdienst bemühten Germanen verehrten Gottheiten (Bell. Gall., VI,21).