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Vollmond

Der Mond
Mond - weiteres
Neumond
halber, zu- und
abnehmender Mond

Vollmond
Mondbewohner
Mondfinsternis

lat. plenilunium (plenus, „voll”, luna, „Mond”), mhd. wedel, nhd. wadel, wädel; wädeln bedeutet „Vollmond werden”, d. h. das Runde füllt sich aus, wenn seine Hörner zusammenstoßen (n.GRIMM, Dt. Myth., II, 593)

-- gemächliche Sammlung --

Der erste Vollmond, der nach der Frühjahrstagundnachtgleiche (21. März) eintritt, bestimmt den Zeitpunkt wichtiger Feste. Das Christentum feiert sein Osterfest am jeweils ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.

 

Um den genauen Beginn des Vollmondes zu erfahren soll man nach dem „Magisch-sympathetischen Hausschatz” ein Glas bis zum Rand mit Wasser füllen. Sobald der Mond voll wird, werde das Glas überlaufen (Sechstes und Siebentes Buch Mose, 59).

„Scheint der Vollmond im Advent,
wird mancher Christ vom Schlaf getrennt.”

 

Über Vollmond und Neumond herrscht nach nordischem Mythos der Mani, der auch den Lauf des Mondes lenkt (Gylfaginning, 11). Er nahm von der Erde zwei Menschenkinder, Bil und Hiuki, die ihm hintergehen.

 

Im Vollmond abgewöhnte Kälber bekommen später größere und vollere Euter (n. d. „Magisch-sympathetischen Hausschatz”, in: Das sechste und siebente Buch Mosis, 132)

Der römische Kalender begann den Monat jeweils zu Neumond, so daß zur Iden genannten Monatsmitte Vollmond schien (Wie’s Wetter wird, 4, S. 26).

In Osterode am Harz hieß es: „trauungen müssen im vollmond geschehen, sonst hat die ehe keinen segen.” (GRIMM, A. 734) In Stendal sagte man: „Heiraten muß man beim Vollmond, so hat man nachher alles im Vollen.” (KUHN u. SCHWARTZ, C. 289)

Frauen sollen vom Mond entführt werden, wenn sie zu Vollmond Alkohol trinken — fürchtet man in Grönland.

 

Vollmond als Wetterzeiger

Bei Vollmond wechselt häufig die Witterung.

Jeweils kurz nach Neumond oder Vollmond soll es die stärksten Niederschläge geben.

Regen soll auch dann zu erwarten sein, wenn der volle Mond durch Dunst eingetrübt ist, besonders dann, wenn der Vollmond an einen Sonnabend vom Himmel scheint.

Gewitter in der Vollmondzeit,
verjagt den Regen weit und breit.”

„Der Vollmond verschlingt die Wolken.”

Stürmisch wird es zu Vollmond, wenn der Halbmond nur fahl am Himmel steht.

In Monate, in die zwei Vollmonde fallen, ist mit Überschwemmungen zu rechnen.

Im August soll man an den vier Tagen vor Vollmond die Spitzen des Mondes beobachten. Sind diese klar erkennbar, bleibt das Wetter bis Ende des Monats schön. (MICHELS, Abendrot Schönwetterbot)

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