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Sternbild Ursa maior - Großer Bär

Der Große Bär
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Die griechische Sternsage sieht in diesem Sternbild die an den Himmel versetzte Kallisto.

Kallisto war eine Nymphe, die in eine Bärin verwandelt worden war. Ihr Sohn Arkas traf sie einmal auf der Jagd an, ohne seine Mutter zu erkennen und Kallisto floh vor ihm in das Heiligtum des Zeus Lyzaios, wohin Arkas ihr nachsetzte, was bei Strafe des Todes verboten war. Zeus tötete sie aber nicht, sondern er versetzte Kallisto als Bärin, Arkas als Bärenhüter an den Himmel.

Es heißt auch, Artemis habe beim Baden die Schwangerschaft ihrer Nymphe Kallisto entdeckt und sie verärgert in eine Bärin verwandelt, die sie anschließend erjagte. Von Zeus wurde Kallisto zusammen mit ihrem Sohn, dem Bärenhüter Arkas, als Sternbild Großer Bär an den Himmel versetzt.
Man müsste das Sternbild daher eigentlich „Große Bärin” nennen.

Oder aber Arkas wurde ebenfalls in einen Bären verwandelt und steht nun als kleiner Bär am Sternenhimmel.

Innerhalb des Großen Bären befindet sich der Große Wagen, das wohl bekannteste Sternbild des nördlichen Himmels (genaugenommen ist darum der Große Wagen kein Sternbild, sondern ein Unter-Sternbild, fachsprachlich ein Asterismus), das aus den sieben hellsten Sternen des Großen Bären gebildet ist. Dem ganz ähnlich ist der Kleine Wagen mit dem Polarstern.

Agrippa von Nettesheim ordnete die Zichorie, deren Blätter sich nach Norden drehen sollen, dem „achten Gestirn” zu, womit er den Schwanz des Sternbilds Großer Bär meinte. Das sei nach SCHRÖDTER nicht völlig abwegig, denn „die Verlängerung einer durch die beiden vorderen Sterne des Leibes desselben gelegten geraden Linie führt zu dem hellsten Stern des Kleinen Bären, dem Polarstern, welcher die Nordrichtung weist.” (SCHRÖDTER, 53).