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   Sternenkunde - Sterne
 

Milchstraße

-- in Vorbereitung --

Im alten Ägpten sah man in der Milchstraße die Milch, die dem Euter der als Kuh gedachten Himmelsgöttin Nut entströmte.

Nach mesopotamischen Mythos ist die Milchstraße der Schwanz der als Drache gedachten Urgöttin Tiamat, welche Marduk getötet hatte, aus ihr Himmel und Erde formte und ihren Schwanz über den Himmel bog (STORM, S. 80).

In Babylon sah man ihr auch eine große Schlange, die sich um den Tierkreis windet.

Nach japanischer Vorstellung ist die Milchstraße ein Fluß, in dem die Götter sitzen und ratschlagen. Die vielen weißen Sterne in ihr sind weiße Kiesel, wie man sie auch in den Flüssen Japans antrifft.

Nach antiker griechischer Überlieferung entstand die Milchstraße, als Herakles an der Brust der Hera sog. Der Heros sog so kräftig, daß die Göttin das Kind von sich schleuderte und ihre Milch an den Himmel spritzte, wo sie heute als Band der Milchstraße am nächtlichen Himmel sichtbar ist.

Die Milchstraße wird auch als Spur des Wagens gedeutet, mit dem Phaeton seine verhängnisvolle Fahrt unternommen hatte.

Auf einen alten Weltenbrand verweist auch eine Legende aus Siebenbürgen. Einst habe Gott, damit nicht alles verbrenne, eine Furche über den Himmel gezogen und darin das Feuer einschürt. Ab und an springt noch ein Funken aus der Glut, das sind dann die Sternschnuppen.

Bei den sächsischen Germanen war die Milchstraße als Iringsweg bekannt (HERRMANN, 1994, S. 201).

Das Erscheinungsbild der Milchstraße zur Sommersonnenwende am 21. Juni dient als Wetterzeiger:

„Ist die Milchstraße klar zu sehn,
bleibt das Wetter schön.”

In Westfalen heißt es allgemein:

„Wenn de Miälkstrate guet stet, blitt et Wiär ok gut.”