| Sternenkunde - Sterne | ||
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In der griechischen Mythologie verfolgte der Jäger Orion unablässig die Plejaden. Die Göttin Artemis sandte einen Skorpion, daß der den Orion töte. Zeus wollte dem Treiben ein Ende machen und versetzte sie allesamt als Sternbilder an den Himmel. Dort aber geht die Jagd weiter: Wenn der Skorpion aufgeht, geht der Orion unter.
Nach einer anderen Sage verliebte sich Artemis in den Orion, als sie zu Neumond auf der Jagd war. Während sie sonst nur zu Neumondnächten ihrer Jagdleidenschaft nachging — in den übrigen Nächten lenkte sie den Mond über den Himmel — traf sie einmal diesen Jäger und traf sich fortan lieber mit ihm, weshalb die Nächte dunkel blieben. Die Götter sannen auf Abhilfe, und Apollo, der Bruder der Artemis, wies seiner Schwester einen winzigen Punkt im Meer, den sie mit ihrem Pfeil gewiß nicht treffen könne. Artemis zögerte nicht, ihre Kunst zu beweisen und schoß, traf damit aber ihren Liebling Orion zu Tode, denn der war es, der dort in den Wellen badete. Dieser Treffer betrübte Artemis sehr und sie erhielt von ihrem Vater Zeus immerhin den Trost, den Orion unter die Sterne versetzen zu dürfen und ihn mit prächtigen Edelsteinen zu schmücken, was bis heute an den besonders schönen Sternen im Sternbild sichtbar ist.
Der Gürtel des Orion, die drei hellen Sterne in der Mitte, zeigen auf den Hundsstern Sirius. Diese drei Sterne sind die drei weisen Seher Magi, die das Kommen der Nilflut anzeigten. Sie werden deshlb auch mit den drei Weisen aus dem Morgenland christlicher Tradition verglichen.
Der Stern der östlichen Schulter des Orion bekam den Namen Beteigeuze. Bei ihm handelt es sich nach astronomischen Beobachtungen um einen roten Überriesen, der nach Annahmen der Forscher jederzeit zur Supernova werden könne, also in einer gewaltigen Detonation explodieren. Das dabei entstehende Licht würde den gesamten Himmel erleuchten und wäre auf der Erde unübersehbar.