| Sternenkunde - Sterne | ||
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Obwohl die Plejaden nur kleinere Sterne (3. bis 6. Ordnung) sind, fallen sie doch auf, weil sie dicht gedrängt beienander stehen.
Als Bestandteil des Stiers stellen sie die Nackenhaare des Tieres dar, als eigenständige Gruppe heißen sie nach den Pleiades der griechischen Mythologie. Diese Nymphen waren Töchter des Atlas und der Pleione. Weil Orion ihnen ständig nachstellte, pflanzte Zeus sie an den Himmel.
Eine von ihnen, Merope, heiratete einen Sterblichen, den sagenhaften Sisyphus. Aus Scham darüber verhüllt sie ihr Antlitz und funkelt darum etwas weniger als ihre Schwestern.
Die Plejaden waren in der griechischen antike Anzeiger für Tätigkeiten der Landwirtschaft:
Steigt das Gestirn der atlasgebornen Pleiaden herauf, beginne die Ernte, das Pflügen aber, wenn sie hinabgehen. Vierzig Tage und Nächte waren sie nun verborgen, tauchen aber im Umlauf des Jahres erstmals wieder auf, wenn die Sichel gewetzt wird.. (HESIOD, Werke und Tage, 382-386)
Wenn die Pleiaden für 40 Tage vom Himmel verschwanden, erwarteten babylonische Priester ihre Wiederkehr, um das Neujahrsfest zu feiern (BETZ, 191).
Heute sind die Plejaden ein Wintergestirn, denn aufgrund der Präzession der Erdkugel scheint der Sternhimmel langsam rückwärts (entlang des Tierkreises) zu laufen. Gegen Ende der Jungsteinzeit waren die Plejaden darum ein Herbstgestirn.
Die Plejaden finden sich auch auf der jüngst (2002) gefundenen Himmelsscheibe von Nebra, eine vermutlich aus der europäischen Bronzezeit (um 1600 v.) stammende Abbildung des Sternenhimmels, die als älteste bislang gefundene Darstellung des Universums überhaupt gilt.
Nach ihnen geht der Aldebaran auf, der dreizehnthellste Stern am nächtlichen Himmel. Der Name Aldebaran bedeutet auch Verfolger.