| Sternenkunde - Sternbilder | ||
Um am schwer fasslichen Himmel Bezugspunkte zu setzen, die eine Orientierung ermöglichen, wurden schon im frühen Altertum einzelne Fixsterne zu Sternbildern gruppiert. Über ihre Entstehung kuriseren in wohl allen Kulturen Geschichten, die das Sternbild als Ergebnis mythologischer Vorgänge erklären. Besonders das antike Griechenland liefert für jedes Sternbild eine passende Mythe. Vor allem ist es Gottvater Zeus, der sich um die Bevölkerung des Sternenhimmels verdient gemacht hatte, aber auch andere Göttinnen und Götter versetzten immer wieder einzelne mythische Helden als Sternbild an den Himmel, sowohl zur Strafe als auch zur Belohnung.
![]() |
| Ein Sternenhimmel von oben... |
| ... und von der Seite. Drei Sterne scheinen zu einem Großstern verschmolzen. |
Streng von den Sternbildern zu trennen sind die astrologisch verwendeten Tierkreiszeichen. Die Sternbilder des Tierkreises (Tropischer Tierkreis) wandern nämlich ganz allmählich zurück und stimmen daher nicht mit den Tierkreiszeichen (Siderischer Tierkreis) überein, die für die Deutung eines Horoskops von Belang sind.
Siehe dazu auch die Artikel Präzession und Weltzeitalter.
Nur ein Anfang:
Sternbilder des Tierkreises: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische (siehe auch Zodiak)
Der Frankfurter Geograph Kai Helge Wirth machte die verblüffende Entdeckung, daß sich viele Sternbilder in die kartographische Darstellung der Erdoberfläche einpassen lassen. Daraus entwickelte er die These, die Alten hätten den nächtlichen Himmel als gewaltigen Weltatlas verwendet, der ihnen bei der Navigation auf hoher See geholfen hatte (Der Ursprung der Sternzeichen, 2000).