| Sternenkunde - Tierkreis | ||
Die Fische gelten als veränderliches Zeichen mit Minuspolarität zu den Zeichen schwacher Intensität (siehe Qualitäten).
Die Fische symbolisieren die von außen nach innen sich ausbreitende Kraft. Das sie beherrschende Gestirn ist der nach dem römischen Gott benannte Planet Neptun und auch der Jupiter.
Das Zeichen steht für Empfindsamkeit und Idealismus, Opferbereitschaft und Phantasie aber auch für innere Schwäche, Passivität und übertriebene Nachgiebigkeit.
Den Fischen ist das Element Wasser zugeordnet.
Als seine Farben gelten Weiß, Blau und Violett, das Metall Zinn und die Steine Chrysolith, Mondstein, Perlmutt, Topas und Saphir.
Als besonderer Beschützerstein der im Zeichen Fische Geborenen gilt der Chrysolith (MESENZEW, 233), nach anderen ist der Saphir ihr besonderer Monatsstein (Edelsteine in der Medizin, Bd. II, S. 23).
Im Tarot entspricht dem Zeichen Fische nach A. Crowley die Trumpfkarte XVIII - Der Mond (Akron u. Banzhaf, 103). Weiter ist den Fischen als einem der Wasserzeichen das As der Kelche zugeordnet (ebd., 142).
Nach F. ASWYNN entsprechen die im Eddalied Grimnismal genannten zwölf Paläste der Asen den zwölf Zeichen des Tierkreises. Das Zeichen Fische entspreche demnach Noatun, dem Wohnort des Njörd, der ein Gott der Seefahrt ist (Blätter von Yggdrasil, 164).
Bedingt durch die Präzession verschieben sich — von der Erde aus gesehen — die Sternbilder allmählich entlang der Ekliptik, so daß alle 2.100 Jahre ein anderes Zeichen des Tierkreises zum Frühlingszeitpunkt bestimmend ist. Das jeweilige Tierkreiszeichen soll auf seine Epoche, die Weltzeitalter, bestimmend wirken. Von 150 v. Chr. bis in die Gegenwart war das bestimmende Zeichen Fische. In dieser Zeit soll der Mensch von einer Sehnsucht nach dem Göttlichen beseelt gewesen sein (BETZ, 219f).
Unter dem Zeichen Fische soll man keine Kartoffeln pflanzen (WEHR, 141).