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   Babylonier
 

Nabu

(„Berufener”, „Verkünder”, auch Nabi'um, griech. Nebo) Ein akkadisch-babylonischer Gott der Weisheit und der Schreibkunst. Er gilt als Sohn des Marduk und der Sarpanitum. Als Gattinnen werden ihm Tashmetu und der Nanaja zugeschrieben. Den Babyloniern galt Nabu als Erfinder Schreibkunst, der die Schicksalstafeln verfasst haben soll, die den Lauf der Welt bestimmen und deren Besitz die Herrschaft über die Welt sichern soll. Dargestellt wird Nabu mit Schreibzeug, ihm zugeordnet ist der Planet Merkur.

Hauptsächlicher Kultort Nabus war der Ezida-Tempel („rechtmäßiges Haus”) in Borsippa. Nach Nabu nannten sich mehrere Könige, Nabupolassar, Nebukadnezar und Nabonid (BELLINGER, 330).

Seinen Namen trägt auch der Berg Nebo, den Mose zum Sterben erklimmt (5. Mose 34,1, ebd.).