| Baltische Völker - Litauer | ||
Von diesem litauischen Gott erzählt eine Sage, wie er sich gegenüber Gefälligkeit dankbar zeigt: Als er auf der Erde wandelte, traf er auf ein Pferd und fragte es nach dem Weg. Das Pferd meinte, es habe keine Zeit, es müsse fressen und verweigerte so die Auskunft. Dann traf er auf ein Rind, das ihm gern den Weg nach dem Flusse wies.
Perkunos sprach nun zum Pferde: Weil du des Fressens halber nicht Zeit nahmst mir einen Liebesdienst zu erweisen, sollst du nimmer satt werden. Dem gutmütigen Rind hingegen verlieh Perkunos die Gemütlichkeit, seinen Hunger zu stillen und gemächlich wiederzukäuen. (nach Grimm 1992, Bd. I, Vorrede S. XXX)