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   Christentum
 

Butterbrief

1491 gewährte Papst Innozenz VIII. in Deutschland Ablaß für den Verzehr von Milchprodukten auch während der Fastenzeit. Der „Butterbrief-Ablaß” galt für zwanzig Jahre und war vom Gläubigen gegen die Zahlung eines zwanzigstel rheinischen Guldens zu erhalten. Mit den Einnahmen aus diesem Ablaß finanzierte man den Bau einer Brücke über die Elbe bei Torgau. (de ROSA, 146)

1509 verlängerte Papst Julius II. dieses Angebot um weitere zwanzig Jahre. (ebd., 146)

Praktiken wie die des Butterbriefes waren es, die den nachmaligen Reformator Martin Luther gegen den Ablaßhandel aufbrachte.