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   Christentum - Häresien
 

Donatisten

Im vierten und fünften Jahrhundert war in Nordafrika die Lehre des Donatismus verbreitet, dernach ein unwürdiger Priester keine gültigen Sakramente spenden könne und wie jeder andere offenkundige Sünder auch aus der Kirche auszuschließen sei.

Der Donatismus, welcher nach Donatus von Kathargo, dem führenden Bischof dieser Lehre (gest. um 355), benannt ist, hatte zeitweilig mehr Anhänger als die katholische Kirche. Die Streitereien führten zu Ausschreitungen und teilweise blutigen Auseinandersetzung.

Der Kirchenlehrer Augustinus trat geistlich für eine Beendigung des Gegensatzes ein (zugunsten der römischen Haltung), der Staat unterdrückte den Donatismus mit weltlichen Mitteln. Dennoch existierte der Donatismus als Sonderkirche bis ins siebte Jahrhundert.