| Christentum | ||
(eigtl. Johann Meier, auch Johannes Eck, 1486 bis 1543) Ein Theologe, Bibelübersetzer und Gegner Martin Luthers.
Johann Eck kam am 13. November 1486 in Egg in Bayern zur Welt. Er studierte Theologie und lehrte dieses Fach später als Professor an der Universität in Ingolstadt.
Nachdem Martin Luther seine 95 Thesen zum Ablaß veröffentlich hatte, griff ihn Johann Eck scharf an und traf sich im Juli 1519 an der Universität Leipzig mit seinem Kontrahemten zum Disput. Dabei ging es weniger um Luthers Ablaßthesen selbst als vielmehr um die von Luther angegriffene Autorität des Papstes.
Wie zu erwarten war, kamen beide Disputanten nicht zu einer gemeinsamen Linie und so begab sich Eck mit seinen bei dem Streitgespräch gemachten Aufzeichnungen zum Papst nach Rom. Dazu hatte er die Verurteilungen Luthers seitens der Universitäten Köln, Löwen und Rom im Gepäck und er wirkte in Rom an der Abfassung der Bannbulle gegen Luther mit, welche er höchstpersönlich nach Deutschland brachte.
Luthers Reaktion war eine Bücherverbrennung, bei der neben Schriften des kanonischen Rechts und Werken Johann Ecks auch die päpstliche Bulle im Feuer endete.
Außer der Schrift gegen Luther verfaßte Johann Eck ein reichhaltiges theologisches Schrifttum. Überdies wirkte er wie sein Kontrahent Luther als Bibnelübersetzer, Johann Eck übertrug die Heilige Schrift in oberdeutsche Mundart.
Am 10. Februar 1543 verstarb Johann Eck in Ingolstadt.