| Christentum | ||
(lat. Marcion) Dieser Kirchengründer wurde um 85 in Sinope (im Pontus) geboren, er starb um 160.
Markion vertrat eine der Meinung der frühen Kirche widerstrebende Lehre, weshalb ihn sein eigener Vater, der Bischof von Sinope war, aus der Kirche ausschloß. Markion reist nach Rom und wurde um 138 wieder in die Kirche aufgenommen, aber bereits 144 mußte er sie wieder verlassen.
Markion gründete daraufhin seine eigene Kirche, welche zwischen dem alttestamentarischen strengen Gott des Gesetzes und dem liebevollen Gott des Neuen Testaments unterschied. Ala maßgeblich wurde nur das Evangelium nach Lukas anerkannt, außerdem die ersten zehn Briefe des Paulus, wobei aus diesen noch judaistisches Gedankengut entfernt wurde. Paulus galt zudem als einzig wahrer Apostel Christi.
Markions Kirche existierte bis ins sechste Jahrhundert, dann gingen die Markioniten in den Manichäern auf.
1235 sollen Emmerant und Roderich, zwei Angehörige des Templerordens, in den Überresten der ehemals reichen nordafrikanischen Stadt Karthago nach markionitischen Schriften gesucht haben. Dabei soll ihnen die Göttin Ischtar erschienen sein und ihnen die Zukunft enthüllt haben.