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 Christentum - Häresien
 
 

Pelagius, Pelagianismus

Pelagius war ein aus Britannien stammender Mönch. Der 418 Verstorbene vertrat die Ansicht, der Mensch habe einen freien Willen zum Guten oder Bösen. Diese nach Pelagius als Pelagianismus bezeichnete Lehre stieß besonders beim Kirchenlehrer Augustinus (354 bis 430) auf Widerstand.

Der Pelagianismus lehnte den Gedanken einer Erbsünde ab. Vielmehr müsse der Mensch sich freien Willens um Tugend bemühen, auf die Allmacht der Gnade, wie von Augustinus gelehrt, dürfe er sich nicht berufen.
Das bedeutete jedoch ein Angriff auf die sakramentale Auffassung der katholischen Kirche. (GRABOIS, 472)

Neben und nach Pelagius taten sich besonders der Presbyter Coelestius und Bischof Julian von Eclanum als Vorkämpfer des Pelagianismus hervor.

417 bestätigte Papst Innozenz I. die von Augustinus angestrebte Verurteilung des Pelagianismus. (GRABOIS, 472) 431 wurde der Pelagianismus auf dem Konzil von Ephesos verworfen.

Anhänger des Pelagius gingen daraufhin in das westgotische Spanien und genossen dort ein gewisses Maß an Glaubensfreiheit. Im sechsten Jahrhundert verschwand diese Lehre. (GRABOIS, 472)

 

Pelagius war auch der Name zweier Päpste, Pelagius I. (556 bis 561) und Pelagius II. (579 bis 590)