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   Christentum
 

Apostel

(griech. „Gesandter”) Das Neue Testament berichtet von Jesus, der seine Jünger aussendet, seine Lehre zu verkünden und die Ausbreitung des Reichs Gottes zu befördern.

Im einzelnen sind diese Apostel die Jünger Jesu (in Klammern traditionelle Symbolik): Simon Petrus (Buch und Schlüssel), Andreas (Andreas-Kreuz), Jakobus Zebedäi (Buch und Stab), Johannes (Buch und Kelch), Jakobus Alphäi (Buch und Fahne), Philippus (T-Kreuz), Bartholomäus (Messer), Matthäus (Hellebarde), Thomas (Buch und Winkelmaß), Thaddäus (Buch und Knüppel), Simon Kananäus (Säge und Buch) und Judas Ischarioth (Matthäus 10,3). Letzterer wurde nach seinem Verrat an Jesus gegen den Matthias ausgetauscht (Apostelgeschichte 1,15ff, siehe Jünger).
Auch Saulus, der Christengegner, der zum begeisterten Christen Paulus (dargestellt mit Schwert und Buch) wurde, nennt sich mit Vehemenz einen Apostel, weil bei seiner Bekehrung Jesus selbst ihn zum Verkünder des Glaubens aussandte. (Apostelgeschichte 9,3ff.)

Diejenigen frühen Kirchenschriftsteller des zweiten Jahrhunderts, welche ihr Wissen noch unmittelbar von den Aposteln der ersten Generation erhalten haben bzw. laut legendarischer Überlieferung haben sollen, nennt man die Apostolischen Väter.

Auf die Apostel gründet das Apostolat, die apostolische Nachfolge, aus der die katholische Kirche bischöfliche und päpstliche Vollmachten herleitet und ganz allgemein der christliche Missionseifer.

Später wurde auch manchem bedeutenden Missionar der Begriff Apostel als Namenszusatz beigegeben. So nennt man Ansgar den Apostel des Nordens, Patrick den Apostel Irlands, Bonifatius den Apostel der Deutschen, Adalbert den Apostel Preußens, den Thomas des Zwölferkreises den Apostel Indiens.